Pressemitteilungen

10.04.2017
Gefahren für Igel und ihre Vermeidung.
Jetzt ist es wieder soweit, durch das warme Frühlingswetter erwachen unsere stacheligen Freunde früher und sind unterwegs auf Futtersuche. Viele Gefahren, deren wir uns oft gar nicht bewusst sind, bedrohen Gesundheit oder gar das Leben der Igel.
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28.09.2015
Die Milch macht´s – jahrelanger Slogan in der Werbung. Doch was heißt das für die Milchkühe?.
Die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. (TSI) zeigt zum Welttierschutztag am 4. Oktober auf, wie der Lebensweg dieser so sanften Tiere in den meisten Fällen tatsächlich verläuft.
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11.08.2015
Ferienspiele der TSI 2015
Ferienspiele auf dem Pferdehof TRaB der Familie Rettig in Rimbach in den Steinertswiesen
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11.05.2013
Tierschutzinitiative Odenwald: Charity-Wanderung
„Hunde wandern für die Katz“ – 70 Teilnehmer mit 60 Hunden

Fröhliches Wanderrudel für einen guten Zweck unterwegs...
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03.02.2013
Tierschutzinitiative Odenwald e.V. bezieht im Januar 2013 ihr neues Lager in Fürth
Die TSI veranstaltet zwei Mal im Jahr einen großen Basar in Rimbach, nimmt an verschiedenen regionalen Märkten Teil, und veranstaltet jede Woche samstags von 9-14 Uhr einen vielseitigen Hallenflohmarkt in ihrem neuen Lager in Fürth.
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29.12.2012
An Silvester auch an die Tiere denken
Des einen Freud, des anderen Leid ... Dieser Gegensatz wird in der Silvesternacht besonders deutlich. Während sich die meisten Menschen an lauten Knallern und bunten Feuerbildern am Himmel erfreuen, leiden fast alle Tiere.
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11.11.2012
Misshandelte Katzen
Im Abstand von wenigen Tagen wurden der Tierschutzinitiative Odenwald e.V. ( TSI), drei Fälle von schwer misshandelten Katzen in Fränkisch -Crumbach bekannt. Die TSI bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
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18.10.2012
Tierschutzpaket für Mastkaninchen dringend notwendig
Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober ruft dieTierschutzinitiative Odenwald .e.V. (TSI) dazu auf, das Tierschutzpaket unter anderem für Mastkaninchen, endlich auf den Weg zu bringen...
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29.06.2012
Tote Haustiere im Wald gefunden
Tierschutzinitiative bitte um Mithilfe der Bevölkerung..
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02.05.2012
Schüler sammeln Spenden für den Tierschutz
Stolz übergab die Schulklasse 6Gb der Geschwister Scholl Schule in Bensheim ihre Geldspende an die Tierschutzinitiative Odenwald e. V....
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23.04.2012
Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April
Aus Anlass dieses Gedenktages macht die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. auf das Leid der Tiere in den Labors aufmerksam...
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24.01.2012
India ist eingefangen und in Sicherheit
Tierschutzinitiative Odenwald dankt allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben...
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10.01.2012
TSI bittet um Mithilfe bei der Suche nach entlaufener Hündin
Seit Wochen schon ist die arme Hündin India im südlichen Odenwald unterwegs. Entlaufen ist sie am 15. Dezember in Weinheim-Lützelsachsen. Seitdem gehen immer wieder Anrufe bei der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) ein, dass die Hündin gesehen wurde...
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20.09.2011
Prozess im Amtsgericht Hanau
Landwirt muss Bußgeld zahlen wegen Kitztod bei der Mahd
Am Mittwoch wurde dem Landwirt Stefan Bernges vom Hanauer Landgericht auferlegt, ein Bußgeld von 1000 Euro an das Tierheim Gelnhausen zu zahlen...
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25.07.2011
Toller Tag auf dem Pferdehof
Auch in diesem Jahr konnte die Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) für 17 begeisterte Mädchen und Jungen zwischen 7 und 12 Jahren einen abwechslungsreichen Nachmittag auf dem Pferdehof organisieren.....
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02.06.2011
Tiere nicht der Hitze aussetzen
Tierschutzinitiative Odenwald gibt Tipps für den Umgang mit Vierbeinern an heißen Tagen.....
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18.04.2011
Zahl der Tierversuche auf Rekordhoch
Tierschutzinitiative Odenwald erinnert zum Tag des Versuchstieres am 24. April an die Qual der Tiere.....
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25.01.2011
TSI zu Gast beim Wissenschaftssemiar zum Thema neues Wildrettergerät an der Uni Hohenheim
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26.11.2010
Jeder hilft so wie er kann.
Weihnachtliche Benefitzlesung von Lilo Beil zugunsten der Tierschutzinitiative Odenwald
Am 10.12.2010 im Kunstpalast Rimbach ...
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28.06.2010
Tierschutzinitiative Odenwald: Pilotprojekt „Kitzrettung mit Schulen“ – 20 Schüler und zehn Erwachsene im Einsatz - Hessisches Fernsehen mit dabei
Zwei Kitze wurden gerettet und vier mussten wegen Zeitmangel sterben ....
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15.04.2010
Blutige Jagd auf Robbenbabys beginnt
Tierschutzinitiative Odenwald ruft zu Protest auf.Kanada hat trotz weltweiter Proteste die diesjährige Fangquote für die Robbenjagd um 50.000 Tiere auf 330.000 erhöht....
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01.04.2010
Erfolgreiche Benefizlesung von Lilo Beil zugunsten der Tierschutzinitiative Odenwald e.V.
Am 18.03.2010 las die bekannte Hornbacher Autorin Lilo Beil zugunsten der TSI Odenwald e.V.  im Kunstpalast Rimbach aus ihren Büchern Geschichten Rund ums Tier....
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26.03.2010
Wühltischwelpen kommen aus der Hölle
Der Tierschutzinitiative (TSI) Odenwald wurden zuletzt vermehrt Fälle im Raum Odenwald/ Bergstraße bekannt, bei denen Welpen aus zweifelhafter Herkunft beispielsweise auf Flohmärkten oder aufgrund privater Anzeigen zu günstigsten Preisen veräußert werden sollten....
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19.03.2010
Frühjahrsbasar- Treffpunkt ehemaliger Schüztlinge
Die Tierschutzinitiative (TSI) Odenwald ist erfreut über große Resonanz...
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07.02.2010
Ausstellung "Mensch und Tier"
Tagtäglich leiden Millionen von Tieren allein in Mitteleuropa in der Massentierhaltung, bei den Schlachttiertransporten und in den Schlachthäusern, im Rahmen von Tierversuchen, auf Pelztierfarmen...
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05.02.2010
Hilfe für Wildvögel bei extremem Schneefall
Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) gibt Tipps zur Winterfütterung
Generell benötigen Wildvögel keine Zufütterung, da sie auch bei starkem Frost noch genug zu Fressen finden. Anders ist es, wenn sehr viel Schnee liegt. Dann finden die Vögel kein Futter.....
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08.12.2009
Lebende Tiere unterm Weihnachtsbaum?
Tierschutzinitiative Odenwald rät vom unüberlegtem schenken leidensfähiger Wesen ab.....
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25.11.2009
Tierschutzinitiative Odenwald: Vorweihnachtlicher Basar mit Überraschungsgästen
So viele zweibeinige und vierpfotige Besucher hatte die Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) auf ihrem vorweihnachtlichen Basar am Sonntag in der Mehrzweckhalle schon lange nicht mehr.....
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01.09.2009
Tödliche Gefahr für Hunde
Die auch im September zu erwartenden heißen Tage veranlassen die Mitarbeiter der Tierschutzinitiative Odenwald dazu, nochmals vor der Gefahr zu warnen, Hunde im Auto zu belassen. Die meisten Hundehalter denken, dass ein paar Minuten nicht schlimm sind.....
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10.07.2009
Haben Kitze ab 2011 mehr Überlebenschancen durch neues Gerät?
Tierschutzinitiative Odenwald: Gast im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt/ Projekt Wildretter. Rimbach. Wird es im Frühjahr 2011 ein Gerät geben, mit dem man Kitze zuverlässig aufspüren kann? Diesen Eindruck gewann das Mitglied der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) und Organisatorin der Aktion „Kitzrettung mit Schulen“, Ursula Rühenbeck, bei einem Besuch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ....
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Gefahren für Igel und ihre Vermeidung ....


Jetzt ist es wieder soweit, durch das warme Frühlingswetter erwachen unsere stacheligen Freunde früher und sind unterwegs auf Futtersuche.
Viele Gefahren, deren wir uns oft gar nicht bewusst sind, bedrohen Gesundheit oder gar das Leben der Igel. Zahlreiche Gefahren können leicht erkannt und oft mit nur geringem Aufwand vermieden oder beseitigt werden, wenn man den eigenen Garten und die Umgebung mit den Augen eines Igels betrachtet.

Durch den verantwortungsbewussten und sorgsamen Umgang mit unser Umwelt können wir manches Tierleid abwenden. Durch den Einsatz von Rasenmähern, Tellersensen und Kantenschneidern werden unter Sträuchern, Hecken und an unübersichtlichen Stellen viele Igel, die dort ihren Tagschlaf halten, verstümmelt oder tödlich verletzt.

Der Laubsauger saugt nicht nur Laub ein, sondern auch Kleinlebewesen (Igelnahrung) und sogar junge Igel. Vorsicht ist auch beim Umsetzen von Komposthaufen geboten, mit der spitzzinkigen Mistgabel ist schon mancher Igel aufgespießt worden. Gefählich wird es auch, wenn im Frühjahr Haufen mit Gartenabfall, Laub und Reisig beliebte Igelunterschlüpfe in Flammen aufgehen. Bitte vor dem Anzünden den Abfall an eine andere Stelle umschichten.

Oft fallen Igel in steilwandige Gruben, Schächte, Gräben oder ebenerdige, betonierte Kompostbehälter, aus denen sie allein nicht mehr herauskommen. Hier kann man ein Brett als Ausstiegshilfe hineinlegen. Unabgedeckte Lichtschächte und Abflussrohre können auch zu tödlichen Fallen weden. Sowohl volle als auch leere Schwimmbecken und Teiche sind Igelfallen.

Igel können zwar schwimmen, aber nicht ausdauernd, denn sie haben kein starkes Herz. In achtlos weggeworfenen Behältnissen z.B. Katzen- oder Hundefutterdosen, Joghurtbechern- suchen Igel neugierig nach Resten und verklemmen sich womöglich. Wenn die Igel nicht rechtzeitig entdeckt werden, sind sie zum Tode verurteilt.

Plastiktüten und volle Müllsäcke ("Gelbe Säcke") sollten zugebunden sein und nicht unnötig lang im Freien stehen oder wenn möglich, erhöht abgestellt werden. Unterschlupfsuchende Igel zerreißen die Folie, kriechen hinein und werden mit der Müllabfuhr abtranspostiert.

In und um landwirtschaftliche Betriebe verfangen sich Igel immer wieder in unachtsam liegengelassenen Strohbändern und Folienresten oder werden sogar mit letzteren "entsorgt".

Erwähnt werden soll nun noch der Verkehr auf den Straßen, auf denen viele Igel ihr Leben lassen. Durchschnittlich wird pro Jahr und Straßenkilometer mindesten ein Igel überfahren. In dieser Zahl sind aber die Igel nicht enthalten, die sich schwer verletzt von der Fahrbahn schleppen und später sterben oder die Igeljungen, die verhungern, weil ihre Mutter verwundet oder getötet nicht mehr zum Nest zurückkommt.

Aufmerksame, rücksichtsvolle Fahrweise und die Beachtung von Geschwindigkeits-beschränkungen insbesondere in der Dämmerung und bei Nacht im Bereich durchgrünter Siedlungsbereichen kann vielen Igeln das Leben retten.

(Gisela Bloos)


Die Milch macht´s ....

Die Milch macht´s – jahrelanger Slogan in der Werbung. Doch was heißt das für die Milchkühe?

Die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. (TSI) zeigt zum Welttierschutztag am 4. Oktober auf, wie der Lebensweg dieser so sanften Tiere in den meisten Fällen tatsächlich verläuft.

Denken wir an Milchkühe, so taucht das Bild einer glücklichen, gesunden Kuh auf einer grünen Wiese vor unserem inneren Auge auf. Vielleicht noch ein süßes Kälbchen mit großen Kulleraugen an ihrer Seite. Ein Bild, das es so leider nur in sehr seltenen Fällen gibt, denn die Wahrheit sieht ganz anders aus.

Deutschland ist mit rund 4,3 Millionen Milchkühen der größte Milchproduzent Europas. Durch Hochleistungszucht und Kraftfuttereinsatz wurde die Leistung der Kühe in den letzten Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Eine extreme Anstrengung für die Tiere, die es nicht mehr möglich macht, ein normales Kuh-Alter zu erreichen. Könnten diese Tiere normalerweise bis zu 20 Jahre alt werden, gehen sie nun nach ca. 5,5 Jahren ausgemergelt, ausgebeutet und all ihrer Kinder beraubt, den letzte Gang ihres Lebens - den Gang ins Schlachthaus. Leider ist die Anbindehaltung in Deutschland nach wie vor erlaubt und wird nur allzu häufig angewandt. Diese Kühe sehen in ihrem Leben weder eine Weide, noch können sie sich je von ihrem festen Standort fortbewegen. Tagein, tagaus stehen sie auf einem Fleck und fristen ein armseliges Dasein. Man kann sich vorstellen, mit welchen körperlichen Schäden und Schmerzen dies verbunden ist. Lediglich 42 Prozent der deutschen Kühe dürfen regelmäßig auf die Weide.

Um die jährliche Milchleistung von bis zu 12.000 Litern erfüllen zu können, müssen die Kühe jährlich ein Kälbchen zur Welt bringen. Wäre dies nicht der Fall, würde die Milchleistung kontinuierlich abnehmen, bis sie letztendlich ganz ausbliebe. Die Kühe sind 9 Monate lang trächtig, bringen ihr Kalb zur Welt und bekommen es meist nicht einmal zu Gesicht. Der Mensch bringt das frisch Geborene häufig sofort weg, mit der Begründung, dass so der Stress der Entwöhnung gar nicht erst stattfinde. Dass er die Milch für sich braucht und das Kalb nur einen „synthetischen Austauschstoff“ bekommt, wird nicht so gerne erwähnt. Dabei haben gerade Kühe zu ihren Kälbern eine besonders enge Bindung, und das Kalb, so man es denn ließe, würde bis zu 1,5 Jahre bei der Mutter säugen.

Die kleinen Tierkinder werden nun einzeln in enge kleine Verschläge (Iglus) gesteckt. Sie können weder herumlaufen, noch toben oder sich gar mit anderen kleinen Artgenossen die Zeit vertreiben. Da die Kälber einen starken Trieb zum Saugen haben, hat man Angst, dass sie sich gegenseitig Verletzungen zufügen. Ein Problem, das bei der so genannten „Mutterhaltung“, gar nicht erst auftauchen würde. Die weiblichen Tiere werden meist aufgezogen und enden selbst als Milchkühe, die in der Regel im Alter von 27 Monaten zum ersten Mal kalben. Die männlichen Tiere ereilt das Schicksal der Mast und sie werden bereits im Alter von 12-18 Monaten geschlachtet - noch im Kindesalter!

Wird die medizinische Versorgung einer Kuh zu teuer oder die Milchleistung nimmt ab und die Entscheidung, sie zum Schlachter zu bringen fällt, werden in Deutschland in geschätzten 180.000 Fällen jährlich trächtige Kühe geschlachtet. Geburten auf den Transportern oder auf dem Schlachthof sind keine Einzelfälle. Dies ist ein Skandal! Schon der Transport zum Schlachthof –zu diesem Zeitpunkt laut Gesetz eigentlich verboten - ist für die Kühe im mittleren und letzten Stadium ihrer Trächtigkeit der reinste Horrortrip. Falls die Kühe den Transport überstehen   werden sie am Ende vor dem Ausbluten mit einem Bolzenschuss betäubt, und das Ungeborene wird erst nach einem minutenlangen qualvollen Erstickungstod beim Ausnehmen der Kuh im Mutterleib entdeckt. Eine Schande, so mit Lebewesen umzugehen!

Wir Tierschützer fordern deshalb verpflichtende Kontrollen auf Trächtigkeit der Tiere vor dem Schlachten, den Weidegang für Kühe verbindlich festzulegen und Kälber bei ihren Müttern aufwachsen zu lassen, würden sie doch nur einen geringen Teil der Milch für sich beanspruchen. Es gibt Höfe, die dies bereits praktizieren und die Bauern, die all dies schon umsetzen können eine hohe Tiergesundheit und Zufriedenheit in den Herden feststellen.

Und zuletzt muss man sich fragen: „Macht´s die Milch wirklich?“ Brauchen wir Menschen die Milch von Babies einer anderen Rasse zur gesunden Ernährung wirklich? Mittlerweile wird dies von vielen Menschen, darunter auch namhafte Wissenschaftler bezweifelt. In weiten Teilen der Erde, vor allem in Asien und Afrika nehmen die Menschen traditionsgemäß keine Milchprodukte zu sich, ja sie vertragen sie gar nicht (Lactoseunverträglichkeit). Zivilisationskrankheiten wie Herz-/Kreislaufstörungen, Übergewicht und Diabetes treten dort erst auf, wenn Fleisch- und Milchkonsum steigen. Das sollte uns zu denken geben. Vielleicht ist es ja auch eine einflussreiche Milchindustrie, die uns aus wirtschaftlichen Gründen glauben macht, dass es ohne Milch nicht geht?  

(Heike Schanz)


Ferienspiele der TSI 2015

Wie schon seit vielen Jahren, ermöglichte die Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) 16 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 6 und 10 Jahren im Rahmen der Ferienspiele einen abwechslungsreichen Nachmittag auf dem Pferdehof TRaB der Familie Rettig in Rimbach in den Steinertswiesen.

Pünktlich zur Abfahrt am Treffpunkt fing es an zu regnen und bei der Ankunft auf dem Pferdehof ging ein wolkenbruchartiger Regenguss hernieder. Sigrid Rettig und ihr Team haben ganz spontan das Programm geändert, sodass alle Kinder trotzdem viel Spaß hatten. Die Hunde Halina, Buffy, Frodo und Rosine ließen nicht lange auf sich warten und begrüßten die Kinderschar freudig. Zuerst durften alle  Kinder in einem geräumigen Zelt, (das uns der Angelsportverein netterweise zur Verfügung

stellte) ein Bild "Rund ums Pferd" malen. Danach ging es gemeinsam zum Pferde striegeln, putzen und Hufe reinigen in das offene, jedoch überdachte Reitzelt. Die fünf Pferde Emil, Steam, Nancy, Rocky und Barry waren sehr geduldig und ließen sich gerne mit dem Striegel verwöhnen.

Ganz toll fanden es die Kinder, dass sie anschließend die Hinterhand der Pferde mit Fingerfarben bemalen durften. Anschließend wurden die kleinen Reiter in zwei Gruppen eingeteilt, wobei die eine im Zelt reiten durfte, die andere Gruppe erhielt Hufeisen, die zuerst gereinigt und dann mit Farbe besprüht wurde. Diese Gruppe erhielt noch die Aufgabe, für die anderen Süßigkeiten zu verstecken, die dann gesucht werden mussten.

Danach tauschte man die "Rollen". In der Zwischenzeit zeigte der Wettergott Erbarmen, es hörte auf zu regnen und ein paar Sonnenstrahlen lugten am Himmel hervor. Die Freude und Begeisterung waren groß, als doch noch ein Ausritt für alle zustande kam. Von den vielen Eindrücken und Aktivitäten hungrig und durstig, durften sich die Mädels und Jungs, sowie ihre Betreuer mit frischen Apfelwaffeln und Getränken stärken. Die Zeit war wieder viel zu schnell vorbei und es hieß Abschied nehmen. Die besprühten Hufeisen durften natürlich als Andenken mitgenommen werden.

Die TSI bedankte sich bei Sigrid Rettig, die es seit Jahren möglich macht, dass die Rimbacher Fereinspielkinder einen unvergesslichen Nachmittag auf ihrem Hof verbringen konnten.

11.08.2015

Charity-Wanderung „Hunde wandern für die Katz“ – 70 Teilnehmer mit 60 Hunden

Fröhliches Wanderrudel für einen guten Zweck unterwegs

Birkenau. Ein fröhliches Gebell von über 60 Hunden war in diesen Tage an der Grillhütte am Scheresberg zu hören. Die Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) hatte zu einer Charity-Wanderung mit dem lustigen Titel „ Hunde wandern für die Katz“ eingeladen und wurde von der Menge der rund wanderlustigen 70 Herrchen und Frauchen positiv überrascht.
Mit der Wanderung und der anschließend Bewirtung in der Grillhütte wollte die TSI Geld sammeln für die Hilfsprojekte für herrenlose Katzen im Odenwald. Von extra dafür geschulten Helfern werden die wild lebenden Katzen eingefangen und zum Tierarzt gebracht. Dort werden sie untersucht und medizinisch versorgt und außerdem kastriert, damit eine Vielzahl von Nachkommen nicht zu einem Katzenelend führt.

Die Organisation für die Wanderung hatten Daniela Mader und Diana Wolf übernommen. Die Route wurde vorher abgegangen. Die Begrüßungsworte von Diana Wolf ging im Gebell der vielen großen und kleinen Hunde aller Rassen und Mischungen unter: Sie waren sozusagen „für die Katz“. Als man dann loswanderte, waren die vierpfotigen Wanderbegleiter aber sehr diszipliniert und viel zu sehr beschäftigt mit dem Erlebnis eines so großen Rudels, als dass noch weiter gebellt wurde.

Insgesamt waren alle Hunde sehr friedlich. Viele von ihnen gehörten zu denen, die von der TSI in gute Hände vermittelt wurden und kennen sich schon von den Basaren der TSI, wo traditionell die „Ehemaligen“ immer freudig von den TSI-Mitgliedern begrüßt werden. Für die Wanderung galt bei der Menge der Hunde selbstverständlich Leinenpflicht und alle Hundebesitzer hielten sich daran.

Ein Ehepaar, das einen Pflegehund der TSI hat und zwei eigene, brachte sogar einen Bollerwagen mit. Darin wurde ihr alter Dackel mitgezogen, denn auch er sollte dieses besondere Erlebnis eines großen Rudels haben.

Die Gruppe wurde von drei Wanderführern begleitet. Neben Daniela Mader waren es der Geopark-Vorortbegleiter Karl-Theodor Reichert und Steffi Brosig von der TSI. Nach eineinhalb Stunden kamen alle zufrieden und hungrig an der Grillhütte an. Für die Hunde standen 15 gefüllte Wassernäpfe bereit und leckere Hundekekse konnten für sie bei der TSI gekauft werden. Frauchen und Herrchen erfreuten sich an Getränken sowie einer reichen Auswahl an köstlichen, vegetarischen Gerichten, darunter Kochkäse mit Zwiebeln, Bauernbrot und Schafskäse mediterran oder afrikanisch zubereitet. Es gab auch Zucchini-Spieß mit Bärlauchquark und zum Nachtisch Waffeln mit Puderzucker. Außerdem konnte man Handarbeiten, Marmelade und Bärlauchbutter kaufen.

Einige TSI-Mitglieder hatten dies alles zuhause vorbereitet und in die Grillhütte gebracht. Insgesamt waren wieder viele Helfer der TSI im Einsatz, die sich freuten, dass die Charity-Wanderung so gut angenommen wurde und ein so erfreuliches finanzielles Ergebnis gebracht hatte.

Viele tolle Fotos von unserer Veranstaltung sind hier (auf unserer TSI-Facebookseite) ersichtlich ("auch für Nicht-Facebook-User einsehbar! ").
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Weitere Informationen: Tierschutzinitiative Odenwald e.V., Tel. 0700/0410-6666, Fax 0700/0410-7777 (Festnetzpreis max. 12,4 Ct./Min., Mobilfunktarife abweichend), 
 E-Mail info@tierschutzinitiative-odenwald.de

Spendenkonto: Kto.-Nr. 41 624, Sparkasse Odenwaldkreis, BLZ: 508 519 52

11.05.2013


Tierschutzinitiative Odenwald e.V. bezieht im Januar 2013 ihr neues Lager in Fürth

Die TSI ist nunmehr seit 20 Jahren fester Bestandteil in Sachen Tierschutzarbeit im Odenwaldkreis, Überwald und Weschnitztal. Seit jeher liegt das Hauptaugenmerk auf den vielen streunenden und heimatlosen Katzen.

DDie TSI ist bestrebt, durch Kastrationen das Elend dieser Tiere einzudämmen. Viele herrenlose Katzen werden regelmäßig mit Futter und, wenn nötig, mit tierärztlicher Hilfe versorgt. Die Katzenbabys werden eingefangen, auf privaten Pflegestellen gezähmt und anschließend in liebevolle Hände vermittelt. Die erwachsenen Tiere werden mit Fallen eingefangen und kastriert. Nur so ist es auf Dauer möglich, die Bestände der wild lebenden Tiere zu kontrollieren.
Ebenso wichtig ist es, den leider sehr häufig eingehenden Missstandsmeldungen, nachzugehen. Eine Arbeit, die den ehrenamtlichen Mitarbeitern der TSI sehr viel abverlangt. Doch nur durch ihr Engagement konnte die Situation vieler Tiere in der Vergangenheit verbessert werden.
Im Jahr 2001 gründete die TSI die „Aktion Kitzrettung mit Schulen“, für die sie 2003 den Tierschutzpreis des Landes Hessen erhielt.
Da es immer wieder Abgabetiere, sei es ein Hund, eine Katze oder auch Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen, gibt, ist die TSI stets auf der Suche nach geeigneten Pflegestellen, die die Tiere so lange bei sich aufnehmen, bis sie in ein neues Zuhause vermittelt werden können.
Obwohl die engagierten Helfer der TSI hauptsächlich ehrenamtlich tätig sind, fallen jährlich immense Kosten an, die nicht allein durch Mitgliedsbeiträge und Spenden abzudecken sind. Allein die tierärztliche Versorgung verschlingt jährlich über 20.000 Euro. Deshalb veranstaltet die TSI zwei Mal im Jahr einen großen Basar in Rimbach, nimmt an verschiedenen regionalen Märkten Teil, und veranstaltet jede Woche samstags von 9-14 Uhr einen vielseitigen Hallenflohmarkt in ihrem neuen Lager in Fürth, Zum Gänsberg 14 (gegenüber Friedhof). Hier werden gerne auch original Tonerkartuschen, Handys, CDs, DVDs und Kabelschrott zwecks Recycling sowie neuwertige, möglichst original verpackte Waren für die Tombola am Basar, entgegen genommen.
Auch helfende Hände sind immer willkommen! Wer sich näher über die Arbeit der TSI informieren möchte, ist gerne zu einem der Team Worker Treffen eingeladen. Die aktuellen Termine finden Sie in der Lokalpresse und auf unserer Homepage.

Weitere Informationen: Tierschutzinitiative Odenwald e.V., Tel. 0700/0410-6666, Fax 0700/0410-7777 (Festnetzpreis max. 12,4 Ct./Min., Mobilfunktarife abweichend), 
 E-Mail info@tierschutzinitiative-odenwald.de

Spendenkonto: Kto.-Nr. 41 624, Sparkasse Odenwaldkreis, BLZ: 508 519 52

03.02.2013


An Silvester auch an die Tiere denken

Tierschutzinitiative Odenwald e.V. bittet um Rücksichtnahme beim Abbrennen von Feuerwerk

Des einen Freud, des anderen Leid ... Dieser Gegensatz wird in der Silvesternacht besonders deutlich. Während sich die meisten Menschen an lauten Knallern und bunten Feuerbildern am Himmel erfreuen, leiden fast alle Tiere. Die in der Natur noch mehr als unsere Haustiere, finden sie doch meist noch nicht einmal einen Unterschlupf, wo sie sich verkriechen können. Die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. (TSI) bittet deshalb alle, sich auch einmal diese Seite der Silvesternacht vor Augen zu führen.

Wenn Sie selbst Haustiere haben, gibt es hier ein paar Tipps der TSI, wie Sie ihnen so gut wie möglich über die Knallerei hinweghelfen können.

Die Kleintiere und Vögel in den Käfigen werden am besten mit einem Tuch abgedeckt und in einen dunklen ruhigen Raum gestellt. Wer eine Katze hat, die normalerweise Freigang genießt, sollte sie rechtzeitig ins Haus holen und auch die Katzenklappe schließen. Auch ihr sollte man einen ruhigen, dunklen Raum mit ihrem Körbchen zur Verfügung stellen.

Hundebesitzer machen es ihrem vierbeinigen Freund am einfachsten, wenn die Gassi-Runde weit außerhalb der Ortschaft und am frühen Abend stattfindet. Die TSI rät, den Hund auf jeden Fall an der Leine zu führen und wenn es doch knallt, selbst auf jeden Fall ruhig und gelassen zu bleiben und das Tier evtl. mit einem Leckerchen abzulenken und zu zeigen, dass es gar nicht so schlimm ist. Auf keinen Fall sollten Sie den Hund trösten, streicheln oder beruhigen, wenn er Angst zeigt. Dies würde ihn nur in seiner Not bestärken. Zuhause dann alle Fenster, Rollläden und Vorhänge schließen und den Fernseher oder Musik anmachen, das dämpft die Knallgeräusche etwas ab. „Seien Sie für ihren Hund da, wenn er Körperkontakt braucht, er darf sich dann gerne anlehnen oder sich verkriechen, wenn ihm das lieber ist, aber mit Worten getröstet wird auch hier nicht. Er muss nur wissen, mein Mensch hat alles im Griff, das reicht schon völlig aus“, so empfiehlt die TSI.

Vorbereitend können Sie mit einer Geräusche CD trainieren, indem Sie sie täglich lauter stellen, allerdings sollte der Hund sich dabei immer wohl fühlen, bei einem bereits hysterischen Hund nutzt diese Methode nichts mehr. Kurz vor 24 Uhr an Silvester gibt es dann noch einen heißbegehrten Kauknochen und wenn das alles keine Wirkung mehr zeigt, bleibt noch die Gabe von Medikamenten. Hier sollte man sich aber auf Naturheilmittel beschränken und dies auch nur nach guter Absprache mit dem Tierarzt zwecks der Dosierung. Andere Medikamente haben oft starke Nebenwirkungen und können leicht das Gegenteil des Gewünschten bewirken. Zudem sollte vorher schon einmal die Verträglichkeit ausprobiert werden, so rät die TSI.

Ist Ihr Hund trotz Allem nicht zu überzeugen, dass die Knallerei nicht schlimm ist, bleibt immer noch, für das darauf folgende Jahr einen Urlaub in einer Berghütte oder auf einer kleinen Insel weit weg vom ganzen lauten Trubel, zu planen.

Weitere Informationen: Tierschutzinitiative Odenwald e.V., Tel. 0700/0410-6666, Fax 0700/0410-7777 (Festnetzpreis max. 12,4 Ct./Min., Mobilfunktarife abweichend), 
 E-Mail info@tierschutzinitiative-odenwald.de

Spendenkonto: Kto.-Nr. 41 624, Sparkasse Odenwaldkreis, BLZ: 508 519 52

29.12.2012


Misshandelte Katzen

Tierschutzinitiative Odenwald e.V. bittet die Bevölkerung um Mithilfe

Fränkisch-Crumbach. Im Abstand von wenigen Tagen wurden der Tierschutzinitiative Odenwald e.V. ( TSI), drei Fälle von schwer misshandelten Katzen in Fränkisch -Crumbach bekannt.

So wurde eine Katze mit zwei Drahtschlingen um den Bauch vorgefunden. Nach einer
schwierigen Einfangaktion des panischen Tieres mussten die Schlingen unter Narkose, vom Tierarzt entfernt werden. Die Kätzin trug Verletzungen im Bauchbereich davon.

Auch die Betreuer eines Katers fanden ihren Schützling mit einer Drahtschlinge um den Hals vor.

Das Tier hatte erhebliche Verletzungen an den Gliedmaßen, die Zunge war so stark angeschwollen, dass er einige Wochen keine feste Nahung zu sich nehmen konnte.

Vermutlich bei den endlosen Befrei-ungsversuchen, des panischen und um sein
Leben kämpfenden Tieres, hatte es sich Haut
und Fell an allen Pfoten abgeschabt. Der Kater muss sich mit allerletzter Kraft und enormem Überlebenswillen befreit haben und brach schließlich vor seinem Heim auf der Straße zusammen.

Bei der tierärztlichen Untersuchung wurde u. a. festgestellt, dass er mit Maden übersät war. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass das Tier Kontakt mit Biomüll/ Kompost hatte. Nur so ließe sich der starke Madenbefall innerhalb von so kurzer Zeit erklären, so die TSI.

Eine weitere Katze wurde sechs Tage lang von ihren Haltern vermisst. Auch dieses Tier kam mit Verletzungen am Hals nach Hause, die von einer Drahtschlinge stammen können.

Informationen hierzu (die auf Wunsch vertraulich behandelt werden) bitte an die TSI:
 

Tel. 0700/0410-6666

Fax 0700/0410-7777

E-Mail: info@tsi-odenwald.de

11.11.2012


Tierschutzpaket für Mastkaninchen dringend notwendig

Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober ruft die
Tierschutzinitiative Odenwald .e.V. (TSI) dazu auf, das Tierschutzpaket unter anderem für Mastkaninchen, endlich auf den Weg zu bringen.

Seit Jahren klagen Tierschützer die katastrophalen, oft tierquälerischen
Haltungsbedingungen der Mastkaninchen an. Schon 2009 hatte der Bundesrat
einen dringenden Handlungsbedarf festgestellt und seitens der Regierung
hatte Verbraucherministerin Ilse Aigner auch Hoffnung auf Verbesserungen
gemacht. Leider änderte sich bis heute nicht wirklich etwas an der
Situation der armen Kaninchen.         
Das Halten und Mästen von Tieren in Drahtgitterkäfigen kannte man so
bisher nur aus der Hühnerhaltung.  Doch die Zahl, der alleine in
Deutschland existierenden Mastbetriebe von Kaninchen, ist erschreckend
hoch.  Etwa 100 industrielle Kaninchenmastanlagen  mit durchschnittlich
100 Zuchthäsinnen und mehreren Tausend Mastkaninchen pro Betrieb sind
nötig, um der ständig steigenden Nachfrage nach magerem Kaninchenfleisch
nachzukommen .  Etwa 30 Millionen Tiere müssen hierfür jährlich unter
grausamen Bedingungen ihr kurzes Leben fristen. Die Zuchthäsinnen werden
acht- bis zehnmal  im Jahr gedeckt oder besamt, um so schnell für
„Nachschub“ zu sorgen. Da wundert es nicht, dass diese Tiere
meist nur eine Lebenserwartung von weniger als einem Jahr haben.         

Die Mastkaninchen müssen nach nur 85 Tagen ein Gewicht von ca. drei
Kilogramm erreichen. Dies ist nur durch ausschließlichen Einsatz von
Kraftfutter möglich.  Allerdings benötigt  der Verdauungstrakt der
Tiere  Raufutter  in Form von Heu und wird durch die energiereiche
Intensivmast schwer geschädigt. Die Kaninchen leiden infolge der falschen
Fütterung an starken Durchfällen und sind oft so geschwächt, dass viele
von ihnen daran sterben.  Um dem entgegen zu wirken, ist der massive
Einsatz von Medikamenten nötig. Auch als „Leistungsförderer“
werden gerne Antibiotika eingesetzt, allerdings unter dem Deckmantel der
„therapeutischen Indikation“ (heilende Maßnahme), da
antibiotische Leistungsförderer im Tierfutter seit 2006 in der EU verboten
sind. Die  TSI weist erneut darauf hin, dass die chemischen und
pharmazeutischen Beimischungen durch das Fleisch der Tiere auch in den
menschlichen Organismus geraten. Längst haben Ärzte eine immer größere
Resistenz gegen Antibiotika festgestellt. Wer schon kein Mitleid mit den
Tieren hat, sollte es wenigstens mit sich und seinen Angehörigen haben.    
    

Hinzu kommt die grausame Haltung der Kaninchen in Drahtgitterkäfigen, die
oft noch übereinander gestapelt sind. Jedes Tier hat einen
durchschnittlichen Lebensraum von der Größe eines DIN-A4-Blattes. Für
ein Kaninchen, das normalerweise hoppelt, sich aufrichtet und in
Gefahrensituationen versteckt, eine Katastrophe. Die Gitterböden schneiden
in die empfindlichen Läufe der Tiere. Sie sitzen fast bewegungsunfähig,
ohne äußere Reize, mit starken Wirbelsäulendeformationen und
Knochenveränderungen ihre Zeit bis zur Schlachtung ab. Starke
Verhaltensstörungen führen nicht selten zu Kannibalismus. Die
aufgetürmten Fäkalien unter den Käfigen fördern zusätzlich Augen- und
Atemwegserkrankungen. Diese Tortur überleben  ca. zehn Prozent der Tiere
nicht und sterben vor Ende der Mastzeit.        

Der Gesetzgeber schaut leider immer noch weg. Es werden so viele Tiere in
einen Käfig gesperrt wie möglich. Dadurch werden viele Kaninchen zu Tode
getrampelt. Gerade in der Hochsaison an Ostern  und Weihnachten wird es da
besonders eng. In unseren Nachbarländern, der Schweiz und Österreich, ist
diese Form der Käfighaltung als Tierquälerei verpönt und verboten,
deshalb waren die Hoffnungen auf eine Verbesserung in Deutschland nicht
unbegründet.   Die Erwartungen der Tierschützer wurden jedoch
enttäuscht. Die Käfighaltung soll weiter beibehalten und lediglich das
Platzangebot  minimal verbessert werden.  Hierauf reagierte die Kampagne
des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke“ mit zum
Teil spektakulären Aktionen. Bestehend aus mittlerweile über 80 
Vereinen, Verbänden und Parteien hat sich das Bündnis zum Ziel gesetzt,
die Käfighaltung von Mastkaninchen abzuschaffen.          

„Unterstützen auch Sie diese Kampagne“, appelliert Heike
Schanz, Pressereferentin der TSI an die Leser dieser Zeitung. „Denn
Kaninchen müssen hoppeln, Haken schlagen und spielen können. Sie werden
normalerweise durchschnittlich zehn Jahre alt. Wenn sie denn schon als
Braten auf dem Tisch landen müssen, sollten sie wenigstens ein
einigermaßen artgerechtes Leben gehabt haben.“ Es sei der TSI
durchaus bewusst, dass dies zu  höheren Preisen führt, doch stehe der
geringe Mehrpreis in keinem Verhältnis  zu den Beträgen, die
Bundesbürger für ihre Gesundheit ausgeben. Hier habe der Verbraucher
die  Möglichkeit, direkt Einfluss auf die Nahrungsmittelproduktion zu
nehmen.         
Weitere Informationen zum Bündnis finden sie auf der Website:www.kaninchenmast.info         

Quelle :  mensch und tier, Mitgliederjournal Aktion Tier
– Menschen für Tiere e.V. Ausgaben 2/2011 und 1/2012      

Tel. 0700/0410-6666

Fax 0700/0410-7777

E-Mail: info@tsi-odenwald.de

18.10.2012


Tote Haustiere im Wald gefunden

TSI bittet um Mithilfe der Bevölkerung

Rimbach. Am 15.Juni machte ein Mountainbiker im Zotzenbacher Wald eine grausige Entdeckung. An einem abgelegenen Pfad in der Gemarkung Kreuz (Nähe Fuhrshöfe) fand der Biker zwei tot abgelegte Haustiere. Er verständigte sogleich die Jägerschaft, woraufhin sich Jagdpächter Otto Reiß zur Fundstelle begab und die Tiere in Augenschein nahm. „Ich schätze, die beiden sind nicht länger als 24 Stunden tot. Es ist wichtig, dass Jägerschaft und Tierschutz hier zusammen arbeiten.“, so Reiß. Nach Rücksprache mit den Tierschützern brachte der Jäger beide Tiere zum Tierarzt um u. a. überprüfen zu lassen, ob sie mit einem Microchip gekennzeichnet und eventuell registriert sind und erstattete Anzeige bei der Heppenheimer Polizeidienststelle.

Die tierärztliche Untersuchung ergab, dass es sich um eine ältere Hündin und eine ebenfalls schon ältere weibliche Katze handelte. Bei beiden Tieren waren keine äußerlichen Verletzungen erkennbar, auch war auch keines tätowiert oder gechippt.
„Hier wird wieder mehr als deutlich, wie dringend das Einführen einer bundesweiten Registrationspflicht für Haustiere ist. Anhand einer Registrierung ließen sich ehemalige Halter ermitteln und man könnte möglicher Weise die Näheren Umstände über das traurige Schicksal der beiden Tiere in Erfahrung bringen, “ so die Tierschützer.

Nun hofft die TSI auf Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung beitragen. .

Kontakt:

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29.06.2012


Schüler sammeln für Tierschutz

Stolz übergab die Schulklasse 6Gb der Geschwister Scholl Schule in Bensheim am Freitag, den 27. April 2012, ihre Geldspende an die Tierschutzinitiative Odenwald e. V.

In dem Elternhaus einer Schülerin dieser Schulklasse wurde an Weihnachten 2010 ein Hund der TSI adoptiert. Auf Grund der positiven Erfahrung wuchs der Wunsch der Tochter und einer ihrer Klassenkameradinnen selbst etwas für den Tierschutz zu tun. Unter Leitung des Klassenlehrers Herrn Apfel wurde in ihrer Klasse beschlossen, näheres über die Arbeit der TSI bei dem Vorstandsmitglied Diana Wolf aus Einhausen, in Erfahrung zu bringen. Kurz vor Weihnachten 2011 waren die Schüler sich einig den Verein mit gesammelten Spenden zu unterstützen.

Nach Einholung der Erlaubnis beim zuständigen Ordnungsamt wurden selbstgebastelte und dekorierte Sammelkisten in Bensheimer Geschäften verteilt und aufgestellt. Nach 6 Wochen des Wartens wurden mit großer Spannung die Kisten wieder eingesammelt und ausgezählt. Freudestrahlend konnte ein Betrag von 224,36 Euro an die TSI übergeben werden.

Die TSI bedankt sich herzlichst für den aktiven Beitrag zum Tierschutz und freut sich über das große Engagement der Schulklasse 6Gb. Die TSI wünscht sich das dies „Schule“ macht.

Spendenkonto: Sparkasse Odenwaldkreis, Kto.-Nr. 41624, BLZ 50851952.

02.05..2012


Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April

Aus Anlass dieses Gedenktages macht die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. auf das Leid der Tiere in den Labors aufmerksam

Dieser Gedenk- und Aktionstag wurde erstmals zum Geburtstag von Lord Hugh Dowding begangen, der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte.
Auch im Jahr 2010 sind die Tierversuchszahlen weiter gestiegen, obwohl Heilung zahlreicher Krankheiten nicht in Sicht ist. Die „ Albert Schweitzer Stiftung für unsere Umwelt“ nennt die unfassbare Zahl von 2,9 Millionen „ verbrauchten“ Wirbeltieren. Das bedeutet 2,9 Millionenfaches Leid; 70.000 Tiere mehr als im Vorjahr.

So wurden z.B. 805 Katzen, 3.004 Hunde, oder 89.960 Kaninchen für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendet.Tatsache ist jedoch, dass Ergebnisse von Tierversuchen nicht einfach auf den Menschen übertragbar sind. Viele Tierversuche sind laut Ärzte gegen Tierversuche überflüssig, da sie keine Wirksamkeits-, Verträglichkeits- oder Sicherheitsvoraussagen für den Menschen darstellen. Aspirin führt bei Affen, Hunden und Mäusen zu Embryoschäden, bei Katzen zum Tod. Penicillin wird von Menschen vertragen, nicht aber von Meerschweinchen. „ Es gibt genug tierversuchsfreie Verfahren, die mit menschlichen Zell- und Gewebekulturen arbeiten oder gar komplexe Computermodelle“, so Corina Gericke von Ärzte gegen Tierversuche.

Einen kleinen Lichtblick bietet die 30. Verleihung des Tierschutz-Forschungspreis im Dezember 2011. Hier wurden Forscher vom Helmholtz-Institut Saarbrücken für ihre Arbeit „Entwicklung und Etablierung eines in-vitro-Modells der entzündeten menschlichen Darmschleimhaut“ ausgezeichnet. Ein weiterer Preis ging an einen Mitarbeiter der Beiersdorf AG Hamburg, der aufzeigt, mit welcher Methode Tierversuche zur Erkennung von Allergie auslösenden Stoffen ersetzt werden können.Die Forschung im Reagenzglas (in-vitro) bietet also  eine immense Vielzahl an Möglichkeiten, Erkenntnisse an schmerzfreier Materie zu gewinnen.

Die Politik ist gefordert, mehr Geld für die Erforschung und Anwendung tierversuchsfreier Verfahren zu bewilligen..

23.04.2012

India ist eingefangen und in Sicherheit

Tierschutzinitiative Odenwald dankt allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben

Nach vielen Tagen des Hoffens und Bangens konnte India am Mittwochabend in Olfen eingefangen werden. Möglich wurde dies nur dank der vielseitigen Hilfe von den aufmerksamen Beobachtern und Sichtungsmeldern, welche durch Öffentlichkeitsarbeit der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) einen großen Beitrag geleistet haben. Aufgrund der zahlreichen Anrufe waren die Tierschützer immer auf dem Laufenden, wo die Hündin unterwegs war. Ihre Spur ließ sich exakt verfolgen, bis nach Hirschhorn am Neckar und wieder zurück in den Odenwald – leider meist nur im Nachhinein. Immer wieder fanden sich spontane Suchtrupps zusammen – doch India war schon wieder weitergezogen. Bis am Donnerstagabend der entscheidende Anruf bei der TSI einging, dass die Hündin auf einer Terrasse in Olfen schlafe.
Sofort fuhren zwei Mitarbeiterinnen der TSI hin und lockten India mit Umsicht, Geduld und einer Futterspur ins Haus. So ganz einverstanden war India zunächst nicht mit ihrer Rettung, aber dann genoss sie es doch, endlich mal wieder ausreichend zu Essen zu bekommen und im Warmen und Trockenen übernachten zu können.
„Wir danken allen, die bei der Rettung von India mitgeholfen haben, sei es durch die Veröffentlichung unseres Aufrufs, durch die Meldungen, wo sich India aufgehalten hatte oder bei der Suche nach der Hündin. Diese Solidargemeinschaft hat Mut gemacht, immer wieder ein Stückchen weitergebracht und schließlich zum Erfolg geführt!“, wendet sich die stellvertretende TSI-Vorsitzende Gisela Bloos an alle Helfer.

24.01.2012


Wer hat Inida gesehen?

TSI bittet um Mithilfe bei der Suche nach entlaufener Hündin

Rimbach. Seit Wochen schon ist die arme Hündin India im südlichen Odenwald unterwegs. Entlaufen ist sie am 15. Dezember in Weinheim-Lützelsachsen. Seitdem gehen immer wieder Anrufe bei der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) ein, dass die Hündin gesehen wurde, so aus Kreidach, Siedelsbrunn, Hammelbach und Weschnitz. Leider ist India so scheu, dass sie sofort wegrennt, sobald man sich ihr nähert. „Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir immer auf dem Laufenden sind, wo sie sich aufhält. Vielleicht haben wir dann eine Chance, sie über die Einrichtung von Futterplätzen anzulocken und einzufangen“, bittet die stellvertretende TSI-Vorsitzende Gisela Bloos um Mithilfe der Bevölkerung. „Gehen Sie nicht auf India zu, wenn Sie sie sehen, Sie würden sie nur verjagen. Stellen sie aber unbedingt stark riechendes Futter im Freien für sie bereit, das die Hündin auch noch auf größere Distanz wahrnehmen kann, und geben Sie uns gleich unter einer der unten aufgeführten Telefonnummern Bescheid, wann und wo Sie India gesehen haben! Besonders hilfreich wäre es, wenn sich das Tier in einen Hof oder eingezäunten Garten locken ließe, wo wir sie einfangen können. Versuchen Sie aber bitte nicht, India selbst einzufangen, sondern rufen Sie uns an. Wir kommen schnellstmöglich !

India ist eine knapp kniehohe Bodeguero-Hündin (Glatthaar) mit kleinen schwarzen Flecken auf ihrem grauen, inzwischen wohl sehr abgemagerten Körper; der Kopf ist überwiegend schwarz mit braunen und grauen Stellen im Gesicht.

Für Hinweise auf den Aufenthaltsort der Hündin ist die TSI sehr dankbar. Kontakt: Tierschutzinitiative Odenwald e.V., Tel. 06207/3401 oder 06253/972293

10.01.2012


Prozess im Amtsgricht Hanau

Landwirt muss Bußgeld zahlen wegen Kitztod bei der Mahd

Rimbach/Hanau. Am Mittwoch wurde dem Landwirt Stefan Bernges vom Hanauer Landgericht auferlegt, ein Bußgeld von 1000 Euro an das Tierheim Gelnhausen zu zahlen. Er hatte im Juni vergangenen Jahres zwei Kitze beim Mähen in Erlensee so schwer verletzt, dass ihnen beide Beine abgeschnitten wurden. Anschließend entfernte er sich von der Wiese.

Carmen Merz war zufällig in der Nähe und erstattete Anzeige. Monate vor der Verhandlung wandte sie sich an die Tierschutzinitiative Odenwald (TSI), da sich die TSI seit zehn Jahren mit dem Problem des Kitzsterbens bei der Mahd intensiv befasst. „Es ist äußerst selten, dass Zeugen des Kitzsterbens Anzeige erstatten. Sie haben einfach Angst vor Anfeindungen“, so Ursula Rühenbeck von der TSI, die zusammen mit der 2. TSI-Vorsitzenden Gisela Bloos, TSI-Schatzmeisterin Dr. Esther Görlich sowie den Mitgliedern Waltraud Spindre, Herbert Janovich , Margot Janovich und Christina Raab die Verhandlung besuchte. Da die TSI den Gerichtstermin ins Internet stellte, war die Anzahl der Tierschützer unter den Besuchern groß. Richter Jochen Hoos zeigte sich nicht nur darüber, sondern auch über das Medieninteresse erstaunt, waren doch Journalisten von HR3 und Hessenschau vor dem Gerichtssaal in Aktion.

Der Landwirt betonte bei seiner Vernehmung, dass er die Kitze nicht absichtlich überfahren habe. Es seien am Vorabend auch Scheuchen auf der Wiese aufgestellt worden, um die Rieken dazu zu veranlassen, die Kitze aus der Wiese zu führen. Auf Nachfragen des Richters konnte er allerdings nicht erklären, wo die Scheuchen geblieben waren bis auf eine. Dass das Aufstellen von Scheuchen doch eigentlich reiche für die Kitzrettung, erklärte der Verteidiger des Landwirts, Rechtsanwalt Ulrich Heinze, nachdem der Richter den Landwirt über andere Kitzrettungsmaßnahmen befragt hatte. Der Richter betonte auch, dass niemals davon die Rede gewesen sei, dass der Landwirt die Kitze absichtlich überfahren habe. Der „indirekte Vorsatz“ reiche allerdings für eine Anzeige. Dies bedeute, dass der Tod der Kitze „billigend in Kauf“ genommen würde. Er wies auch darauf hin, dass nach §13 des  Bundesjagdgesetzes die Bundesministerien ermächtigt seinen , eine Rechtsverordnung zu den Maßnamen der Kitzrettung zu erlassen. Nach Auskunft des zuständigen Veterinäramtes es aber keine solche Verordnungen gebe.
Mit anderen Worten, dem Landwirt sei es überlassen, welche Maßnahmen er zur Kitzrettung ergreife. Auf die Frage des Richters, ob der Jagdpächter am Abend vorher von der Absicht des Mähens verständigt worden sei, konnte der Landwirt nichts sagen. Auch der Jäger Thomas Michaelis, der von Carmen Merz verständigt worden war und eines der Kitze noch töten musste, brachte als Zeuge insoweit keine Klarheit in das Geschehen, als er einige seiner Aussagen aus dem polizeilichen Protokoll nicht mehr voll inhaltlich bestätigen konnte. Ohne Entschuldigung blieb der für diesen Prozess geladene Sachverständige der Verhandlung fern.

Da nur ein Pfosten als Scheuche auf die Wiese gestellt worden war und dies nicht genug sei, bot Richter Hoos nach zweistündiger Verhandlung dem Landwirt im Einvernehmen mit Staatsanwältin Erlinhagen an, ein Bußgeld von 1000 Euro zu akzeptieren, das an das Tierheim Gelnhausen gezahlt werden müsse. Der Landwirt akzeptierte. Carmen Merz wurde als Zeugin nicht mehr gehört, zeigte sich mit dem Ergebnis aber zufrieden. Die TSI wird sich nun darum kümmern, dass bisher keine Rechtsverordnung für die Maßnahmen von Kitzrettung erlassen wurde.

Weitere Infos hier

20.09.2011


Toller Tag auf dem Pferdehof

Ferienspiele der TSI für begeisterte Mächen und Jungen

Auch in diesem Jahr konnte die Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) für 17 begeisterte Mädchen und Jungen zwischen 7 und 12 Jahren einen abwechslungsreichen Nachmittag auf dem Pferdehof TRaB e.V. der Familie Rettig in den Steinertswiesen ermöglichen. Die zwei bellenden Vierbeiner Max und Buffy und einige Mitarbeiter des Pferdehofes begrüßten dieKinderschar freudig. Es wurden vier Workshops angeboten, in die jedes Kind „reinschnuppern“ konnte, sodass am Ende jeder Teilnehmer überall dabei war.
Zuerst durften die Kinder beim Striegeln „ihrer“ Pferde helfen, danach konnte eine Gruppe auf dem sanftmütigen Großpferd Emil das Voltigieren üben. Die Ponys Rocky, Berry, Seppl und Divi standen schon bereit, um mit der nächsten Gruppe ihre Runden zu drehen und ein wenig auszureiten. Die letzten sechs Kinder begleiteten zwei Betreuerinnen der TSI zum kreativen Teil des Tages. Anlässlich der im Oktober in der Sparkasse Starkenburg in Rimbach stattfindenden Ausstellung von gemalten Bildern des Pferdehofes durften sich die Kinder als kleine Künstler betätigen und ein Pferd malen. Weitere Bilder sollen für einen Kalender verwendet werden, der dann in der Weihnachtszeit verkauft wird. Mit großer Begeisterung waren die Kinder bei der Sache und es entstanden wunderschöne, ganz individuelle Pferdebilder. Einige der kleinen Maler konnten sich nicht davon trennen und nahmen sie mit nach Hause.
Leider hat diesmal Petrus nicht so ganz mitgespielt und es gab zwischendurch einen heftigen Schauer, bei dem die Aktivitäten kurzfristig unterbrochen werden mussten. Pünktlich um 17 Uhr stärkten sich die fröhlichen Reiterinnen und Reiter sowie ihr Betreuer mit frischen Apfelvollkornwaffeln und kühlen Getränken. Zum Schluss konnte sich ein Teil der Kinder noch einmal mit den Pferden befassen, die anderen liefen mit Siegrid Rettig auf die Wiese und besuchten die hübschen Ziegen, die seit kurzem auf dem Pferdehof leben.

Bevor es wieder nach Hause ging, durften alle in eine Überraschungstüte greifen und ein kleines Geschenk mitnehmen. Mit dem Versprechen, auch im nächsten Jahr dabei zu sein, verabschiedeten sich die Mädchen und Jungen von Siegrid Rettig und ihrem Team und bedankten sich für einen tollen Tag mit den Pferden.

Weitere Infos: Tel.: 0700/0410-6666, www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de , Spendenkonto: Sparkasse Odenwaldkreis, Kto.-Nr. 41624, BLZ 50851952.

25.07.2011


Tiere nicht der Hitze aussetzen

Tierschutzinitative Odenwald gibt Tipps für den Umgang mit Viebeinern an heisßen Tagen

Tropische Temperaturen im Mai! Nicht nur für uns Menschen werden der fehlende Regen und die Hitze zum Problem.
Dochch durch ein paar Vorsichtsmaßnahmen lassen sich die heißen Tage auch für vierbeinige Hausgenossen erträglich gestalten: Die Tiere brauchen schattige Plätze, an die sie sich zurückziehen können. Das gilt nicht nur für Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen usw., die zwar gerne das Sommerwetter im Garten genießen, doch immer sollte das Freigehege im Schatten stehen. Hunde und Katzen, die wie die meisten Tiere nicht schwitzen können, leiden besonders unter der Hitze. Katzen können zwar selbst entscheiden, wo und wie sie ihren Tag verbringen, doch auch sie brauchen Rückzugsmöglichkeiten und es sollte immer ein Napf mit frischem Wasser bereitstehen. Vor allem auf seinen Hund muss der Besitzer an heißen Tagen  Rücksicht nehmen. Lange Spaziergänge verlegt man am besten in die kühleren Morgen- und Abendstunden und verzichtet natürlich auf große körperliche Anstrengungen in der prallen Sonne und in der Mittagshitze.

Ganz besonders wichtig ist, ein Tier – genauso wie ein Kleinkind – niemals alleine im Auto zurückzulassen, auch nicht „nur für einen Augenblick“. In der prallen Sonne verwandelt sich das Fahrzeug leicht in eine tödliche Falle: Sogar bei etwas geöffneten Fenstern sind hier 70 °C und mehr schnell erreicht. Selbst auf vermeintlichen Schattenplätzen kann es im Fahrzeug durch die wandernde Sonne viel zu heiß werden.

Wenn Sie Kinder oder Tiere in einem überhitzten Auto sehen, informieren Sie bitte umgehend die Polizei, bevor es zu spät ist. Sollte der Fahrer des Fahrzeuges nicht gefunden werden, öffnet die Polizei das Auto.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten im Sommer ebenso für die größeren Vertreter unserer vierbeinigen Freunde: die Pferde. Sie dürfen ebenso keinesfalls – in falsch verstandener „artgerechter“ Haltung – stundenlang auf Koppeln ohne Sonnenschutz und Trinkwasser ausharren müssen. Ähnliches gilt für alle anderen im Freien gehaltenen Tiere wie Kühe, Schafe usw.

Übrigens: Auch unsere wild lebenden gefiederten Freunde freuen sich über eine Erfrischungsmöglichkeit. Ideal ist eine Wasserstelle im Garten, aber eine Vogeltränke auf dem Balkon ist ebenfalls hilfreich. Wichtig ist, dass das angebotene Wasser sauber, möglichst nicht tiefer als 8 cm und gut zugänglich ist (seicht auslaufende Randzonen). Vor allem aber müssen die Vogeltränken so aufgestellt sein, dass keine Gefahr durch Katzen droht.

Weitere Infos: Tel.: 0700/0410-6666, www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de , Spendenkonto: Sparkasse Odenwaldkreis, Kto.-Nr. 41624, BLZ 50851952.

02.06.2011


Zahl der Tierversuche auf Rekordhoch

Tierschutzinitative Odenwald erinnert zum Tag des Versuchstieres am 24. April an die Qual der Tiere

Der 11. März 2009 ist ein Meilenstein in der Bekämpfung der Tierversuche. An diesem Tag trat die 7. Änderung der EU- Kosmetikrichtlinie in Kraft. Von dem Zeitpunkt an sind Tierversuche auch für kosmetische Inhaltsstoffe und die Vermarktung von Kosmetik, die im Tierversuch getestet wurde, EU-weit verboten.

Für Tierschützer ist das jedoch kein Grund zum Aufatmen:

Die folgenden Zahlen verdeutlichen, dass immer mehr Tiere für Tierversuche, speziell für die Pharmaindustrie missbraucht werden und ein qualvolles Dasein führen.

Die Zahl der Tierversuche in Deutschland ist offiziellen Statistiken zufolge weiterhin ansteigend. Im Jahr 2007 gab es 2,6 Millionen Tiere (2006: 2,2 Mio. Tiere), die zu Versuchszwecken missbraucht wurden. Neben Affen werden auch Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Mäuse, Hunde und Katzen für Tierversuche verwendet. Konkret bedeutet das, dass die Zahl der für Versuche benutzten Katzen von 586 auf 802 anstieg, die der Hunde von 4260 auf 4794 und bei den Pferden gab es sogar einen Anstieg 641 auf 2546! Versuchstiere.

Einige Wissenschaftler halten hartnäckig daran fest, dass Tierversuche der einzige Weg seien, Medikamente auf die Brauchbarkeit für den Menschen hin zu testen. Generell verlangt der Gesetzgeber für die Zulassung einer jeden neuen chemischen Verbindung, nicht nur zu medizinischen Zwecken, Tierversuche.

Die Politiker sollten endlich das gesicherte Wissen der Ärzte gegen Tierversuche zur Kenntnis nehmen.“, so die TSI.

Gleichzeitig müssten die Bürger erkennen, dass es ihnen nicht an Medikamenten fehlen wird, wenn die Tierversuche eingestellt werden. Vielfach wird argumentiert, dass man erst am Tier forschen muss, um den Menschen keinen unnötigen Risiken auszusetzen. Die heutigen Technologien und alternativen Methoden machen Tierversuche überflüssig und sind im Ergebnis eindeutig aussagekräftiger.

Weitere Infos: Tel.: 0700/0410-6666, www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de , Spendenkonto: Sparkasse Odenwaldkreis, Kto.-Nr. 41624, BLZ 50851952.

18.04.2011


Tierschutzinitiative Odenwald: Gast beim Wissenschaftsseminar zum Thema neues Wildretter-Gerät

Rimbach/Hohenheim. Kommt die Kitzrettung mit einem fliegenden Roboter?

Das Projekt „Wildretter“ ist die Hoffnung all derer, die Kitze, Hasen und bodenbrütende Vögel nicht mehr schwer verletzt bei der Wiesenmahd sterben lassen wollen. Tausende von Tiere kommen jedes Jahr bei der Wiesenmahd ums Leben. Nach  Berechnungen von Tierschützern sterben allein jedes Jahr 400 000 Rehkitze. 500 000 Wildtiere kommen demnach bei der Mahd ums Leben. Auch sind die Landwirte mit dem Problem des Botulismus, einer Krankheit der Rinder und Pferde durch Leichengift in der Mahd, konfrontiert. Zum zweiten Mal wurde die Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) zum „Statusseminar Wildretter“ über die neuesten Entwicklungen der Forschung eingeladen. Das Projekt Wildretter wird getragen vom Institut für Methodik der Fernerkundung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Technischen Universität München (TUM), dem Institut für Agrartechnik der Universität Hohenheim/Stuttgart und der ISA Industrieelektronik GmbH. Projektkoordinator ist der Landmaschinenhersteller Claas, Saulgau. Die Projektkosten betragen 1,5 Millionen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bereitgestellt wurden. Die Projektlaufzeit begann am 1.4.2008 und endet am 31.3. 2011. Dann sollte ein Prototyp eines Wilderkennungssystem entstanden sein. Dieses Mal waren neben den Wissenschaftler viele sachkundige Gäste unter anderen von Bauern- und Jagdverbänden sowie des  beteiligten Bundesministeriums ins Institut für Agrartechnik der Universität Hohenheim/Stuttgart eingeladen worden. Erstes Resümee von TSI-Mitglied Ursula Rühenbeck, die an dem Seminar teilnahm: “Die Wissenschaftler haben offensichtlich über die Anbaulösung eines Detektors an einer Mähmaschine hinaus gedacht, so wie es die TSI schon immer gefordert hatte.“ Vorgestellt wurden wissenschaftliche Untersuchungen zur Einsatzfähigkeit der folgenden Systemen: Mikrowellenradar, Infrarotdetektor und Distanzmesser als Kombination, sodann der Einsatz von Doppler Radar, das heißt der Messung der Frequenz von Wellen zwischen Quelle und Objekt, außerdem das abbildende Radarverfahren mit Namen SAR (Synthetik Aperture Radar), mit dem man Bilder in Fotoqualität von der Erdoberfläche machen kann bis hin zur Positionsbestimmung bewegter Objekte. Neueste Alternative ist ein kleiner und leichter fliegender Roboter mit Namen „Oktokopter“, der die Kitze per Foto identifiziert und dieses Fotos an das Basisgerät weitergibt. Per GPS könnten die Kitze dann in der Wiese lokalisiert werden. Nachteil: Noch kostet das Gerät 30 000 Euro. Eindeutig wurde der Kombination von Mikrowellenradar, Infrarotdetektor und Distanzmesser den Vorzug gegeben. Diese soll als Ausleger in Verlängerung des Mäharms angebracht werden. Nachteil: Die erste Mähspur der Messer wird nicht abgesucht . Befindet sich das Suchgerät vor der Maschine, können die Kitze von den Rädern getötet werden. Bei einem Suchgerät, das unabhängig von der Mähmaschine, beispielsweise auf Geländewagen der Helfer, montiert wird, muss das Problem der Schwingung, das man bei der Mähmaschine als feste Größe annehmen kann, neu untersucht werden. In einer anschließenden Diskussion wurden neben wissenschaftlichen Problematiken auch mögliche Probleme in der Praxis diskutiert. Hohe Detektionssicherheit, Anwenderfreundlichkeit, robuste Bauart und ein bezahlbarer Preis wurde gefordert, damit das neue Gerät auch gekauft wird. Erneut wurde bezweifelt, ob der Landwirt die Zeit aufbringen wird, seine Mähmaschine anzuhalten, wenn das Gerät ein Kitz anzeigt. Läuft man nicht den ständig schneller und größer werdenden Mähmaschinen hinterher mit dieser Variation? so wurde gefragt. Die Anfragen vieler Landwirte und Jäger beweise das Interesse am neuen Gerät, so hieß es. Doch wird es gekauft werden, wenn kein gesetzlicher Zwang besteht?

Man solle darüber nachdenken, ob das Kitzretten mit dem neuen Gerät nicht als Dienstleistung angeboten werden könne, da die Geräte nur wenige Tage des Jahres benutzt würden. Der teure Oktokopter könne beispielsweise zur Überprüfung von Photovoltaik-Dächern eingesetzt werden. Selten einig waren sich Wissenschaftler und sachkundige Gäste, dass man am Kitzsterben nicht mehr vorbeisehen dürfe, da der Tierschutz im Grundgesetz verankert worden sei. ur

Weitere Informationen unter: www.wildretter.de

Viel Sachverstand für die Kitzrettung: Zum Statusseminar „Wildretter“ in der Universität Hohenheim kamen Wissenschaftler und Sachkundige aus der Praxis zusammen, unter ihnen TSI-Mitglied Ursula Rühenbeck (vordere Reihe, 5.v.l).

25.01.2011

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Jeder hilft so wie er kann

LiteraTier- Weihnachtliche Benefitzlesung von Lilo Beil zugunsten der Tierschutzinitiative Odenwald

Der bekannten Hornbacher Autorin Lilo Beil ist es stets ein Anliegen, sich für die Hilflosen  und Schwachen  - Menschen wie Tiere- einzusetzen. Darum  wird  sie am 10. Dezember um 19.30 Uhr im Kunstpalast Rimbach (Alte Schule/Kirchgasse) zusammen mit der Tierschutzinitiative Odenwald e. V. (TSI) eine weihnachtliche Lesung aus ihren Werken, mit vielen „tierischen“ Geschichten, veranstalten.

Die TSI  besteht seit Anfang der 90er Jahre und  leistet Tierschutzarbeit in vielen verschiedenen Bereichen, welche Lilo Beil mit ihrer Lesung unterstützen möchte.

Die Vermittlung von Hunden, Katzen und Kleintieren ist ein großer Bestandteil der anfallenden Aufgaben. Im Lauf der Jahre konnten so mehrere tausend Tiere (zum Teil aus Missständen) aufgenommen, ärztlich versorgt, privat bei Tierschützern gepflegt und in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden.

Im Vordergrund der  Aktivitäten des Vereines  steht auch  das Eindämmen des Katzenelends durch Kastration streunender, herrenloser Tiere. Diese vermehren sich  unkontrolliert, haben weder ein Zuhause, noch Futter, noch ärztliche Versorgung und verenden oft qualvoll. Im Lauf der Jahre wurden bereits Tausende  wild lebender Katzen  kastriert,  allein im Jahr 2009 waren es 409 Samtpfoten.

Ebenso wird  das Thema Kitzrettung bei der TSI großgeschrieben. Im vergangenen  Sommer drehte das hessische Fernsehen einen Film über die Kitzrettungsaktionen des Vereines. Der TV – Mitschnitt kann auf der Hompage unter www.tierschutzinitiative-odenwald.de  angesehen werden.

Im Frühjahr 2009 gründeten Mitglieder der TSI, darunter der gesamte Vorstand, den Schwesterverein  Tierschutzinitiative ohne Grenzen e. V (ToG), welche sich für den Tierschutz über die Grenzen Deutschlands hinaus einsetzt. So unterstützt die ToG  u. a.  das Hüttenprojekt für  Kettenhunde auf Kreta. Wodurch mittlerweile über 100 arme Wesen alte verrostete Ölfässer, wenn überhaupt vorhanden, durch solide, gut durchdachte Hundehütten, die Schutz vor Hitze und Kälte bieten, verbunden mit einer standsicheren Tränke, eintauschen konnten. Natürlich besuchen die Tierschützer die befreundeten Organisationen im Ausland in regelmäßigen Abständen, wobei die anfallenden Reisekosten stets aus privater Tasche gezahlt werden.

Mit Hilfe von Unterschriftenaktionen wird gegen das vielfältige Leid der Tiere, ob im Tierversuch, der Massentierhaltung oder Schlachttiertransporten, protestiert.  Auch durch Öffentlichkeitsarbeit in der  Presse, die Wanderausstellung „Mensch und Tier“ und Informationsstände  will die TSI möglichst viele Menschen über Tierschutzprobleme sowie artgerechte Tierhaltung aufklären und für den aktiven Tierschutz gewinnen.

Ohne den aufopfernden Einsatz der Mitarbeiter des  Vereins wäre diese vielfältige Hilfe nicht möglich, genauso wenig denkbar wäre sie, würden nicht viele auf privater Basis Kosten auffangen (z.B. Telefon, Benzin usw.). Trotz allen persönlichen Engagements kann die  so vielfach benötigte Hilfe nicht allein über die wenigen Aktiven aufgebracht werden.  Deshalb ist die Tierschutzinitiative Odenwald immer auf Menschen angewiesen, die mit helfen wollen um beständig für die Tiere in Not da sein zu können.

Nach dem Motto „jeder hilft so wie er kann“, wird Lilo Beil nun am 10. Dezember  für die Tiere lesen und dazu  musikalisch  von Philipp Heumann am Klavier begleitet.  Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Autorin und die TSI hoffen auf viele Gäste,  welche sich bei Sektempfang auf einen tierisch spannenden Abend in weihnachtlicher Atmosphäre freuen dürfen. Der Eintritt ist frei, der gesamte Erlös aus dem Bücherverkauf  geht in die Tierschutzkasse.

26.11.2010


Tierschutzinitiative Odenwald: Hessisches Fernsehen zeigt Film über „Kitzrettung mit Schulen“

Rimbach/Untermossau. Das Hessische Fernsehen (hr) zeigt am Mittwoch, 22.9.2010 um 21 Uhr in seiner Reihe „Alles Wissen“ einen Film über Kitzrettung mit Schülern der Tierschutzinitiative Odenwald .

Die Tierschutzinitiative Odenwald hat sich diesem Pilotprojekt seit einem Jahrzehnt verschrieben.
Dieses Mal ging es im Juni wieder nach Untermossau, wo eine Klasse der Oberzehntschule aus Beerfelden bereit stand. Dass dieses Mal Freude und Leid dicht beieinander liegen würden, konnte keiner der Beteiligten ahnen. Von sechs Kitzen, die sich auf mehreren Wiesen befanden, konnten nur zwei gerettet werden. Der Grund war, dass der Lohnmäher plötzlich einen Tag früher kam. Eigentlich hatte der Bauer das Mähen der Wiesen rechtzeitig angekündigt. Eine Benachrichtigung der Beerfeldener Schulklasse war nun nicht mehr möglich. Unter Zeitdruck konnte TSI-Mitglied Ute Bernhard zehn Erwachsene und zwei Schüler vom Michelstadter Gymnasium für die Suche auf den Wiesen durch Telefonanrufe gewinnen. Während bereits gemäht wurde, rannte die Gruppe verzweifelt durch insgesamt sieben Wiesen. Voller Glück fanden sie ein Kitz. Doch vier Kitze ließen ihr Leben.
Denn zwölf Kitzretter waren für die großen Wiesen zu wenig und sie hatten zu wenig Zeit zum Suchen. Die Rieken, die auf den gemähten Wiesen nach ihren Kitze suchten, waren anschließend das sichere Zeichen dafür, dass dort Kitze gestorben waren. Sie wurden von der TSI alle vier gefunden. Eines lag in einer Wiese, die die Gruppe aus Zeitmangel nicht mehr absuchen konnte. Am Tag darauf sollte weiter gemäht werden. Dieses Mal war auch die Klasse der Oberzentschule dabei. Pünktlich um acht Uhr morgens waren 20 Schüler und zehn Erwachsene am vereinbarten Treffpunkt. Dort erlebten die Fernsehjournalisten , wie das zweite Kitz gerettet wurde. Schon mehrmals war das Fernsehen bei der Kitzrettung dabei. 2006 filmte das ZDF, wie die TSI elf Kitze fand. Dieses Mal gab es nicht soviel Grund zur Freude, da dem Fernsehteam auch die toten Kitze vorgeführt wurden. Sind die Wiesen gemäht, kümmern sich die Helfern darum, dass die Kitze, die unter Holzkisten gesichert werden, wieder freigelassen werden. Doch damit nicht genug: Später fahren sie immer noch einmal die Wiesen ab und schauen nach, ob die Kitze von den Müttern abgeholt wurden. Oft sieht man dann das Kitz mit seiner Mutter zusammenstehen. „Das ist für mich einer der schönsten Augenblicke nach einem solchen Tag“, sagte damals Ute Bernhard von der TSI.
Angesichts der großen Wiesen hofft die TSI auf das neue Kitzrettungsgerät, das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Oberpfaffenhofen/München derzeit entwickelt wird. Die TSI-Organisatorin der „Kitzrettung mit Schulen“,Ursula Rühenbeck, ist erneut vom DLR zu einem Seminar im November über den Stand der neuesten Forstung eingeladen worde
tützen, wird seit Neuestem in der Kantine des Parlaments in Ottawa Robbenfleisch angeboten, obwohl es früher auf Grund seines derben Geschmacks unbeliebt war.

Die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. unterstützt die Protestaktionen zahlreicher Tierschutzorganisationen gegen das Abschlachten der Robbenbabys.

21.09.2010

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Tierschutzinitiative Odenwald: Pilotprojekt „Kitzrettung mit Schulen“

Schüler und zehn Erwachsene im Einsatz - Hessisches Fernsehen mit dabei

Zwei Kitze wurden gerettet und vier mussten wegen Zeitmangel sterben, ein Bericht von Ursula Rühenbeck

Freude und Leid lagen dicht zusammen beim diesjährigen Pilotprojekt „Kitzrettung mit Schulkindern“ der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) in Untermossau im Odenwald. Von sechs Kitzen, die sich auf mehreren Wiesen befanden, konnten nur zwei gerettet werden. Der Grund war die viel zu späte Benachrichtigung der Kitzretter. Ein halbe Stunde nur, bevor der Lohnmäher kam, rief der Bauer das TSI-Mitglied Ute Bernhard, die in diesem Jahr das Pilotprojekt leitete, an. Dabei hatte sich die Klasse der Oberzentschule in Beerfelden zusammen mit ihrer Lehrerin Christina Ernst schon seit längerem auf die Kitzrettung vorbereitet und stand in den Startlöchern. Eigentlich hatte der Bauer das Mähen der Wiesen rechtzeitig angekündigt. Doch plötzlich kam der Lohnmäher einen Tag früher und es sollte bereits in der Mittagszeit mit dem Mähen begonnen werden. Eine Benachrichtigung der Beerfeldener Schulklasse war nicht mehr möglich. Unter Zeitdruck konnte Ute Bernhard zehn Erwachsene und zwei Schüler vom Michelstadter Gymnasium für die Suche auf den Wiesen durch Telefonanrufe gewinnen. Während bereits gemäht wurden, rannte die Gruppe verzweifelt durch insgesamt sieben Wiesen. Voller Glück fanden sie ein Kitz. Doch vier Kitzen ließen ihr Leben. Denn zwölf Kitzretter waren für die großen Wiesen zu wenig und sie hatten zu wenig Zeit zum Suchen. Die Rieken, die auf den gemähten Wiesen nach ihren Kitze suchten, waren anschließend das sichere Zeichen dafür, dass dort Kitze gestorben waren. Als Ute Bernhard die Wiesen abfuhr, hat sie alle vier gefunden. Eines lag in einer Wiese, die die Gruppe aus Zeitmangel nicht mehr absuchen konnte. Das war für die Kitzretter besonders bitter. „Am Freitagabend habe ich Rotz und Wasser geheult, als ich die toten Kitze sah“, gestand Ute Bernhard.

Am Tag darauf sollte weiter gemäht werden. Dieses Mal war auch die Klasse der Oberzentschule dabei. Pünktlich um acht Uhr morgens waren 20 Schüler und zehn Erwachsene am vereinbarten Treffpunkt. Nur das Team des Hessischen Fernsehens, das die Kitzrettung filmen wollte, war nicht pünktlich. Dabei war es von der TSI seit Wochen auf die besonderen Schwierigkeiten der Kitzsuche und den damit verbundenen Zeitdruck vorbereitet worden. Per Handy wurde es dann doch noch auf die Wiesen geleitet. Dort erlebte es, wie das zweite Kitz gerettet wurde.
Schon mehrmals war das Fernsehen bei der Kitzrettung dabei. 2006 filmte das ZDF, wie die TSI elf Kitze fand. Dieses Mal gab es nicht soviel Grund zur Freude, zumal dem Fernsehteam auch die toten Kitze vorgeführt wurden. Zum Einsatz kam auch eines der zwei ISA-Infrarot-Kitzrettungsgeräte, die die TSI besitzt. Reinhard Bernhard trug es durch die Wiesen. Sind die Wiesen gemäht, kümmert sich Ute Bernhard mit ihren Helfern darum, dass die Kitze, die unter Holzkisten gesichert werden, wieder freigelassen werden. Doch damit nicht genug: Später fährt sie immer noch einmal die Wiesen ab und schaut nach, ob die Kitze von den Müttern abgeholt wurden. Oft sieht man dann das Kitz mit seiner Mutter zusammenstehen. „Das ist für mich einer der schönsten Augenblicke nach einem solchen Tag“, sagte Ute Bernhard.
Glücklich war sie auch, dass wieder so viele Helfer dabei waren und nächstes Jahr wieder viele mitmachen wollen. Angesichts der großen Wiesen hofft sie auf das Kitzrettungsgerät, das von Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Oberpfaffenhofen/München derzeit entwickelt wird. Dieses Gerät müsste allerdings an einem Wagen montiert werden, der unabhängig von der Mähmaschine die Wiese abfährt. Denn weder Landwirte noch Lohnmäher, die Mähmaschinen fahren, hätten mit Sicherheit keine Zeit für eine Kitzsuche.

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Anmerkung: der Fernsehbeitrag über diese Kitzrettung wird am 22.9.10 um 21 im hr-Fernsehen in der Sendung "Alles Wissen" ausgestrahlt.

28.06.2010

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Blutige Jagd auf Robbenbaybs beginnt

Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) ruft zu Protest auf

Kanada hat trotz weltweiter Proteste die diesjährige Fangquote für die Robbenjagd um 50.000 Tiere auf 330.000 erhöht. Das weltweit größte Massaker an Meeressäugetieren beginnt Ende März/ Anfang April, wird kurzfristig bekannt gegeben. Und das, obwohl der Nachwuchs der Sattelrobben schon durch die Klimaerwärmung bedroht ist. Diese Robben benötigen stabile Eisflächen für die Geburt und Aufzucht ihres Nachwuchses. Schmilzt das Eis zu schnell, müssen die Robbenbabys ertrinken, da es einige Wochen dauert, bis die Kleinen ihr Embryonalfell verlieren.

Mitte März konnten die Bewohner von Neufundland ein seltenes Phänomen beobachten: Die Sattelrobben lagen so nah bei den Häusern wie noch nie. Da es in diesem Winter extrem wenig Eis im Osten Kanadas gibt, mussten die Robben ihre Jungen so nahe an der Küste gebären. Der Wind hat das Eis und die Tiere, viele davon Mütter mit Babys, direkt an die Nordwestküste Neufundlands getrieben. Bis zum Beginn der blutigen Jagd sind sie hier sicher.

 Doch weder die gesunkenen Preise (9 Euro pro Fell), noch das EU- Importverbot für Robbenfelle und Omega-3-Öl sorgen dafür, dass die kanadische Regierung die grausame Tötung stoppt. Im Gegenteil: Kanadas Fischereiministerin Gail Shea bemühte sich in der Vergangenheit darum, Handelsbeziehungen zu intensivieren und legte formell Widerspruch bei der Welthandelsorganisation gegen das EU- Handelsverbot ein. Um die Robbenjagd zu legitimieren und die Jäger zu unterstützen, wird seit Neuestem in der Kantine des Parlaments in Ottawa Robbenfleisch angeboten, obwohl es früher auf Grund seines derben Geschmacks unbeliebt war.

Die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. unterstützt die Protestaktionen zahlreicher Tierschutzorganisationen gegen das Abschlachten der Robbenbabys.

Unter www.projectbluesea.de kann sich jeder Bürger daran beteiligen.

www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de, Spendenkonto: Sparkasse Starkenburg, Konto-Nr.:4108104, BLZ: 50951469.

15.04..2010

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Erfolgreiche Benefizlesung von Lilo Beil zugunsten der TSI Odenwald e.V.

Am 18.03.2010 las die bekannte Hornbacher Autorin Lilo Beil zugunsten der TSI Odenwald e.V.  im Kunstpalast Rimbach aus ihren Büchern Geschichten Rund ums Tier....

Der festlich österlich geschmückte Raum, der Sektempfang und  vor allem auch die musikalische Begleitung von Phillipp Heumann am Flügel, der mit seinen selbst komponierten Werken und seiner Freude am Spielen die Zuhörer verzauberte,  gaben der Veranstaltung ein besonderes Ambiente. Die zahlreichen Besucher genossen einen spannenden und kurzweiligen Abend.

Nach den begrüßenden Worten von Frau Nicole Döringer-Kypke, der 1. Vorsitzenden der TSI, die erneut darauf hinwies, dass die Macht das Tierelend in vielen Fällen zu mildern, beim Verbraucher liegt, lauschten die Besucher gespannt den Worten von Lilo Beil.

Die Autorin las in ihrer charmanten und lockern Art, bezog immer wieder das Publikum mit ein und plauderte oft aus dem „Nähkästchen“. So trug sie auch tierische Gedichte vor, welche von Ihrem bereits verstorbenem Vater geschrieben wurden und noch unveröffentlicht sind. In einem Kapitel aus dem jüngst erschienen Buch „die Kinder im Brunnen“, las Lilo Beil eine wahre Begebenheit aus dem Rimbacher Schulhof der MLS vor, bei der sich ein familiäres Eichhörnchendrama abspielte. Die Worte eines Schülers dazu lauteten  „Es passiert jeden Tag. Jetzt ist es nur so erschreckend, weil wir dabei sind.“ Mit diesem, so wahren Satz eines noch sehr jungen Menschen, lässt sich der Tierschutzgedanke sehr gut weiter tragen. Hätte der Verbraucher das Tierleid persönlich vor Augen, wären viele Menschen weniger leichtfertig und würden bewusster Handeln.

Alle Bücher, die bei der Veranstaltung von den Zuhörern erworben wurden, hat Lilo Beil privat finanziert und deren kompletten Erlös der Tierschutzarbeit zur Verfügung gestellt.

 Auch war die Autorin wenige Tage zuvor zugunsten der Tiere tätig. Nach dem Motto „jeder hilft wie er kann“, veranstaltete die pensionierte Lehrerin  eine Lesung für die Klasse 5d der Martin-Luther-Schule Rimbach, unterstützt und gefördert von Klassenlehrerin Margret Körner, welcher stets ein Anliegen ist,  ihre Schüler für Menschlichkeit und auch für „Tierlichkeit“ zu sensibilisieren und den Jugendlichen ein gutes verantwortungsvolles Handeln mit auf den Weg zu geben. Der hier von den Schülern gespendete Obolus kommt alleine der Tierschutzarbeit zu gute.

Die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. dankt ganz herzlich der Autorin für ihr außergewöhnliches Engagement, Philipp Heumann für die musikalische Begleitung sowie allen Helfern die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

01.04.2010

Wühltischwelpen kommen aus der Hölle

Der Tierschutzinitiative (TSI) Odenwald wurden zuletzt vermehrt Fälle im Raum Odenwald/ Bergstraße bekannt, bei denen Welpen aus zweifelhafter Herkunft beispielsweise auf Flohmärkten oder aufgrund privater Anzeigen zu günstigsten Preisen veräußert werden sollten.

"Diese so genannten "Billigwelpen" stammen oftmals von unseriösen Züchtern, Hundevermehren oder Händlern", schreibt die TSI hierzu in einer Pressemitteilung. Sie werden unter allerschlechtesten Bedingungen in Massen produziert, haben nicht die nötigen Impfungen, Entwurmungen sowie oft keine korrekten Papiere und sind meist krank. Die Eltern dieser kleinen Geschöpfe würden "als Gebärmaschinen missbraucht und haben ein Leben in der Hundehölle. Eingepfercht in winzigen Käfigen ohne Tageslicht und Auslauf werden die Elterntiere gehalten, solange sie zeugungsfähig sind. Erfüllen sie ihre Aufgabe nicht mehr, werden sie beseitigt", so die TSI. Oft stammen die angepriesenen Hunde aus Vermehrungen in Polen, Holland und Belgien und werden in Deutschland zu Schleuderpreisen an die Interessenten gebracht. Dass diese dann ein Vielfaches des Kaufpreises an Tierarztkosten zahlen müssen und die Welpen nicht selten einfach wegsterben, werde vielen Käufern erst im Nachhinein bewusst. Von "Mitleidskäufen" raten die Tierschützer unbedingt ab. Nur wenn die Produzenten dieser Hunde, die nur auf das schnelle Geld aus sind, keine Abnehmer mehr finden, werde sich das Leid der Tiere eindämmen lassen.

"Die artgerechte Haltung und der richtige Umgang mit dem Hund sind zu großen Teilen maßgebend für eine glückliche Mensch-HundBeziehung und das harmonische Miteinander im Alltag. Die Erbanlagen sind für das Gelingen längst keine Garantie", so die Tierschutzinitiative. "Wer sich für einen Rassehund entscheidet, muss auch bereit sein, einen Kaufpreis ab 800 Euro aufwärts zu investieren und sollte sich unbedingt den Züchter und die Elterntiere zeigen lassen.

Bild: © TASSO

Oft werden auch fremde Hündinnen als Alibifunktion zu den Welpen gesetzt, hier muss man genau hinschauen, ob es sich auch um die Mutterhündin handelt." Bei Züchtern die mehr als vier Würfe im Jahr haben und mehr als zwei verschiedene Rassen anbieten sei äußerste Vorsicht geboten. Ebenso, wenn Tiere zu günstigsten Preisen angeboten werden oder gar Hunde aus dem Kofferraum heraus verkauft werden sollen. "Ein guter Züchter befragt die Interessenten sehr genau und möchte wissen wo und wie seine Hunde untergebracht werden", so die TSI.

Vorsicht auch bei Designer-Dogs
Auch einer der neuen Entwicklungen auf dem Hundemarkt - den sogenannten Desinger-Dogs - stehen die Tierschützer sehr kritisch gegenüber. Mit exotischen Namen wie Labradoodle (Labrador Retriever und Großpudel) Godendoodle (Golden Retriever und Großpudel) Poogle (Beagle und Miniaturpudel) und vielen mehr, werden reinrassige Elterntiere miteinander verpaart und zu vierstelligen Summen verkauft - verbunden mit dem Versprechen, dass die Nachkommen die besten Gesundheits- und Wesenseigenschaften der Eltern vereinen, nicht haaren oder gar für Allergiker geeignet sind. "Hierfür gibt es weder eine Garantie noch können solche Versprechen in irgendeiner Form belegt werden, da es sich bei diesen Kreuzungen immer um solche der ersten Generation handelt, sie keinem Zuchtverband angehören und somit ihre tatsächlichen Eigenschaften nie protokolliert werden. Wer kann ausschließen, dass sich nicht etwa die schlechtesten Eigenschaften der Elterntiere den Nachwuchs prägen?", sagt TSI-Vorstandsmitglied Daniela Mader. "Der Käufer bekommt hier ein unbekanntes Wesen mit unbekannten Eigenschaften zu einem sehr hohen Preis. Hier ist es doch wesentlich sinnvoller, sich nach einem Hund aus dem Tierschutz umzusehen. Die Tiere sind geimpft, kastriert, entwurmt und gechipt und die Tierschützer beraten gerne, welcher Hund zum Interessenten passt", fährt sie fort.
Weitere Infos: Tel.: 0700 0410-6666, www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de.
26.03.2010

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Frühjahrsbasar – Treffpunkt ehemaliger „Schützlinge“

Tierschutzinitiative Odenwald ist erfreut über große Resonanz

Rimbach. Trotz des wenig frühlingshaften Wetters war der Basar der Tierschutzinitiative Odenwald wieder ein wahrer Publikumsmagnet. Selbst aus Heidelberg und dem hinteren Odenwald kamen Besucher auf vier Pfoten mit ihren Herrchen oder Frauchen. Der Basar war wie immer auch ein beliebter Treffpunkt von Hunden wie Merlin, Sissy, Lea oder Felix, die durch das Engagement der Tierschützer ein liebevolles Zuhause erhalten haben. „Das ist für uns der Lohn unserer Mühe“ so die 2. Vorsitzende Gisela Bloos, „ wenn wir sehen, wie gut es unseren ehemaligen Schützlingen geht.“ In den Gesprächen wurden Erfahrungen, Tipps und die eine oder andere lustige Begebenheit ausgetauscht. Die von der TSI im Moment zu vermittelnden Tiere waren mit Bild und Text an gut sichtbarer Stelle abgebildet.
Schnell füllten sich auch die Unterschriftenlisten, auf denen die Tierfreunde gegen Schlachtviehtransporte, gegen Tierversuche, Tragen von Pelzen und die noch immer tierquälerische Haltung von Legehennen Stellung beziehen konnten.
An der Kuchentheke wurden cirka 40 Torten und Kuchen verkauft, die von vielen fleißigen Helferinnen gebacken wurden. Ständig brachten TSI- Mitglieder oder deren Familienmitglieder neue Kuchen. Nicht weniger gefragt war die traditionelle Kartoffelsuppe zur Mittagszeit. Gern nutzten die Besucher die Sitzgelegenheiten, um gleich vor Ort von den Köstlichkeiten zu probieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Gespräche zwischen den Tierfreunden und den Mitgliedern der TSI oder auch unter den Besuchern stellen einen sehr wichtigen Teil des Basartreibens dar. Hier werden neue Freundschaften geknüpft oder alte Bekannte treffen sich wieder. Das beobachten die Tierschützer mit Wohlwollen jedes Mal aufs Neue.
Die Einnahmen des Küchenbereichs trugen erheblich zu einem gelungenen Basar bei.
Große Resonanz fand das Angebot an antiquarischen Büchern, das sehr gut sortiert war und für alle Interessen etwas zu bieten hatte. Manche „Leseratten“ trugen ihren Schatz gleich kartonweise weg.
Sehr übersichtlich, trotz ihrer enormen Anzahl präsentierten sich die anderen Basarwaren, seien es die Ostergestecke, die Puppen, Spielzeug oder Haushaltwaren, Nippes, Katzen- und Hundebedarf. Hier wurde in Ruhe gestöbert und gehandelt.
Fleißige, jugendliche TSI- Helfer boten ganztägig Lose der Tombola an, die am Abend ziemlich abgeräumt war.
Eine beträchtliche Summe für die Tierschutzarbeit war das Ergebnis des Frühjahrsbasars der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI), der Dank der Mitarbeit Vieler bei der Vorbereitung und Durchführung ein großer Erfolg wurde. „Am Ende eines schönen und ereignisreichen Tages möchte ich mich ganz herzlich bei allen Helfer(innen) bedanken.“ so Gisela Bloos. Die Tierschützer freuten sich besonders darüber, dass sehr viele junge Menschen ihre Arbeit unterstützt haben. Ein Dank geht auch an alle, die durch Sachspenden den Basar erst ermöglicht haben.

19.03.2010

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Austellung "Mensch und Tier"

Mit der Wanderausstellung „Mensch und Tier“ möchte die Tierschutzinitiative Odenwald e. V.  informieren über den Umgang unserer Gesellschaft mit den uns anvertrauten Mitgeschöpfen, den Tieren.

(Alle Plakate der Wanderausstellung finden sie hier im Fotoalbum unserer TSI -Facebookseite ( auch für Nicht- Facebookuser einsehbar))

Tagtäglich leiden Millionen von Tieren allein in Mitteleuropa in der Massen-tierhaltung, bei den Schlachttier-transporten und in den Schlachthäusern, im Rahmen von Tierversuchen, auf Pelztierfarmen, aber oft auch als Kettenhunde oder nicht artgerecht gehaltene Haustiere. Das Leiden findet meist hinter verschlossenen Türen statt, fernab von den Augen mitfühlender Menschen. Nur deshalb ist es überhaupt in dieser Dimension möglich.

Tierschutz geht uns alle an. Leben und Schicksal von Mensch und Tier sind untrennbar miteinander verbunden. Nicht nur Achtung und Respekt vor dem Mitgeschöpf Tier gebieten ein Umdenken. Die hemmungslose Ausbeutung der Tiere hat auch direkte Folgen für den Menschen. Durch die Massentierhaltung und den dadurch verursachten Gülleauswurf werden unsere Böden verseucht, die aufsteigenden Ammoniakgase verursachen Waldsterben. In letzter Zeit werden durch die Massentierhaltung verursachte Gase auch für den Treibhauseffekt mitverantwortlich gemacht.

Den Tieren in der Massentierhaltung werden Medikamente mit dem Futter verabreicht, einerseits als Leistungsverstärker, andererseits, um die aufgrund ihrer artwidrigen Haltung kranken Geschöpfe überhaupt überlebensfähig zu machen. Diese Medikamente isst der Mensch später mit – zum Schaden seiner eigenen Gesundheit. Auch die immer wiederkehrenden Skandale wie BSE, Klärschlamm im Tierfutter, Verabreichung von Hormonen sprechen für sich. Wie soll der Mensch, der kranke Tiere isst, gesund bleiben?

Auf Lebendtransporten werden Tiere tagelang Tausende von Kilometern weit transportiert, häufig ohne Futter und Wasser. Tiere, die in ihrem Leben nie laufen gelernt haben, sollen nun Lkw-Rampen auf- und absteigen, auf Schiffe verladen werden, in Schlachthäuser rennen. Mit Schlagstöcken und Elektroschocks werden die Tiere zur Bewegung angetrieben, häufig mit gebrochenen Knochen vom Transport oder vor Erschöpfung nicht mehr zum Aufstehen fähig.

Eine grausamere Behandlung von Tieren als im Rahmen von Tierversuchen ist ebenfalls nur schwer vorstellbar. Selbst im Rahmen der Arzneimittelproduktion gibt es namhafte Mediziner und Wissenschaftler, die Tierversuche für überflüssig, ja hinderlich halten. Krankheiten haben immer mehr als eine Ursache. Neben der menschlichen Konstitution spielen Erb- und Umweltfaktoren eine Rolle, ebenso wie psychische Einflüsse. All dies kann im Tierversuch nicht nachgestellt werden. Hinzukommt, dass Tiere oft völlig anders auf Wirkstoffe reagieren als Menschen. Dagegen schaffen Tierversuche eine gefährliche Sicherheit, wie sich immer wieder an Fällen zeigt, wo im Tierversuch geprüfte und danach als sicher befundene Medikamente bei Menschen zu erheblichen Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen führen.

 

Über diese Themen, aber auch Themen wie Haustierhaltung und -zucht, das allgegenwärtige Katzenelend, Exotenhandel, Zirkustiere, Pelztierzucht u.a. informiert die Ausstellung. Denn, nur wer informiert ist über den grausamen und für Mensch und Tier schädlichen Umgang mit den Tieren, kann Konsequenzen ziehen.

Wie wir heute mit den uns anvertrauten Tieren umgehen, ist unserer modernen, zivilisierten Gesellschaft unwürdig. Nur wenn wir unser Konsumverhalten ändern, unsere Stimme als Wähler einsetzen, unser Protest immer lauter wird, erst dann werden sich das Schicksal und die Not der Tiere zum Besseren wenden“, gibt die Tierschutzinitiative Odenwald den Besuchern der Ausstellung mit auf den Weg. „Wir wünschen uns ein Leben miteinander in gegenseitiger Achtung und Respekt. Wir denken, dass die Bilder dieser Ausstellung dazu beitragen werden, Aufmerksamkeit für das Leid der Tiere zu erzielen. Wir hoffen, dass damit die Gleichgültigkeit endet und das Aufbegehren beginnt“, fassen die Tierschützer die Ziele der Ausstellung zusammen. 

Alle Plakate der Wanderausstellung finden sie hier im Fotoalbum unserer TSI -Facebookseite ( auch für Nicht- Facebookuser einsehbar)

07.02.2010

Hilfe für Wildvögel bei extremem Schneefall

Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) gibt Tipps zur Winterfütterung

Generell benötigen Wildvögel keine Zufütterung, da sie auch bei starkem Frost noch genug zu Fressen finden. Anders ist es, wenn sehr viel Schnee liegt. Dann finden die Vögel kein Futter.
Grundsätzlich sollte nur in den Wintermonaten gefüttert werden“ so aktion tier- menschen für tiere e.V., dessen Kooperationspartner die TSI ist.
Ist einmal mit der Fütterung begonnen worden, so muss den ganzen Winter über gefüttert werden. Erst Februar/ März, je nach Temperaturverlauf, sollte das Futter langsam reduziert werden.
Viele Tierfreunde möchten die Vögel aus nächster Nähe beobachten und errichten einen Futterplatz direkt vor dem Fenster. Zu Glasscheiben sollte jedoch mindestens ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden, damit die Tiere sich nicht beim Flug gegen die Scheiben tödlich verletzen. Wie sollte die Futterstelle aussehen?
Die immer noch beliebten Vogelhäuschen bergen eine große Gefahr für alle Vögel in sich. Da die Tiere im Futter herumlaufen können, wird es mit Kotresten und damit mit Krankheitserregern verschmutzt. Diese nehmen dann andere Vögel mit der Nahrung auf und können verenden. „Eine sehr gute Alternative sind Futtersäulen, bei denen das Futter geschützt lagert und von außen weggepickt wird.“ so die TSI. „Diese Futtersilos hängt man ganz einfach in katzensicherer Höhe in die Bäume oder Sträucher. Sie lassen sich beliebig oft nachfüllen. Im Frühjahr sollten sie aber auch gereinigt werden.“
Futter für die Vögel soll immer frisch sein, da Nüsse vom vergangenen Jahr ranzig sind und damit Schimmelsporen und andere Giftstoffe enthalten. Man sollte den Tieren sowohl Körner als auch Weichfutter wie Haferflocken, Rosinen oder halbierte Äpfel anbieten. Auf keinen Fall füttern wir unseren gefiederten Freunden Brot oder andere Speisereste, die unweigerlich zum Tod führen.
Ein naturnaher Garten bietet im Sommer wie auch im Winter die beste Möglichkeit für Wildvögel und andere Tiere zum Überleben. Werden im Herbst die Stauden nicht zurück geschnitten, finden Vögel in den getrockneten Blütendolden immer etwas Nahrung.“ so das Fazit der TSI. „Unter getrocknetem Laub und Pflanzenresten entdecken Amseln und Co. bestimmt etwas zum Fressen.“
Die Informationsbroschüre „Vogelschutz“ mit Tipps zur Winterfütterung und Baupläne für Weichfutter- oder Körnersilos können kostenlos bei aktion tier in Berlin angefordert oder unter www.aktiontier.org, Rubrik „Bastelecke“ abgerufen werden.

05.02.2010

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Lebende Tiere unterm Weihnachtsbaum?

Tierschutzinitiative Odenwald rät vom unüberlegtem schenken leidensfähiger Wesen ab.

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten und alle Welt macht Weihnachtseinkäufe. In der Hektik kommt vielleicht manchem die Idee, dass ein lebendes Tier doch eine schöne Überraschung sein könnte. Genau das befürchtet die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. Denn diese Tiere landen nicht selten im Tierheim, wenn die Besitzer dann feststellen, dass sie die grundsätzlichen Bedingungen, die eine Tierhaltung gleich welcher Art stellt, nicht erfüllen können oder wollen.

Die Tierschutzinitiative bittet daher alle, die sich mit dem Gedanken an eine „lebendige Überraschung“ tragen, folgende Punkte gut zu überdenken: Ist ein Tier im Haus oder der Wohnung erlaubt, und gibt es eine erwachsene Person, die sich für die Pflege verantwortlich fühlt? Wer nimmt das Tier, wenn man ein paar Tage oder länger verreisen will? Sind die Kosten für Tierarzt, eventuell Steuern und Haftpflichtversicherung sowie Futter bedacht worden? Ein Tier lebt nicht nur einen Monat. Hunde und Katzen können mehr als zehn Jahre alt werden, Pferde sogar bis zu dreißig Jahre. Meerschweinchen neigen zu tiefen Depressionen, wenn man sie ohne Artgenossen hält. Auch Vögel, die allein und in zu kleinen Käfigen gehalten werden, leiden unter dieser Eintönigkeit. Goldhamster sind hauptsächlich in der Nacht aktiv und daher wenig geeignet, Kindern Freude zu machen. Die beliebten Zwerghasen wehren sich gegen aufdringliche Kinderhände gerne durch Bisse. Außerdem ist es eine Folter für sie, wenn sie ihr Dasein ohne Artgenossen fristen müssen. Selbst Katzen sind nur bedingt Einzelgänger und daher kein bequemes Haustier für Berufstätige: Die Katze betrachtet den Menschen, der sie versorgt, als Artgenossen und braucht Zuwendung. Noch mehr Zuwendung braucht der Hund. Er ist das Haustier, das sich dem Menschen am besten anpasst. Dafür aber erfordert seine Haltung am meisten Zeit. Gerade junge Hunde müssen erst erzogen werden. Sie danken dies später mit einem Verhalten, das den Lebensgewohnheiten des Menschen adäquat ist, und sind weder eine Belästigung noch eine Gefahr für andere Menschen.

Kann man all dies an einem vorweihnachtlichen, verkaufsoffenen Samstag mit Sorgfalt bedenken? Die Tierschutzinitiative sagt „Nein“ und empfiehlt, die Anschaffung eines Tieres, bei dem diese Fragen nicht geklärt sind, bis nach Weihnachten zu verschieben. Sie weist auch darauf hin, dass sowohl in ihren Pflegestellen als auch in den Tierheimen viele Hunde, Katzen und Kleintiere sehnlichst auf ein dauerhaftes Zuhause warten. Bei der Tierschutzinitiative kann man sicher sein, ein Tier zu bekommen, das tierärztlich untersucht ist und dessen spezielle Wesensmerkmale genau beobachtet wurden. Bis es zu seinem neuen Besitzer kommt, wird es in einer Pflegestelle liebevoll betreut. Außerdem berät die Tierschutzinitiative über die Haltung und Pflege der Tiere.

Weitere Infos: Tel.: 06253/6527, 0700/0410-6666, www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de, Spendenkonto: Sparkasse Odenwaldkreis, Kto.-Nr. 41624, BLZ 50851952.

08.12.2009

Tierschutzinitiative Odenwald: Vorweihnachtlicher Basar mit Überraschungsgästen

Ansehnlichen Betrag für die Tierschutzarbeit eingenommen

Rimbach. So viele zweibeinige und vierpfotige Besucher hatte die Tierschutzinitiative Odenwald (TS) auf ihrem vorweihnachtlichen Basar am Sonntag in der Mehrzweckhalle schon lange nicht mehr. Wieder einmal konnte die TSI auch einen ansehnlichen Betrag für den Tierschutz einnehmen. Es zeigte sich einmal mehr, dass dieser Basar inzwischen bei den Bürgern gut aufgenommen wird. Gleichzeitig ist er auch Treffpunkte vieler Tierliebhaber und besonders der Tierschützer, die einem vernachlässigten Tier mit Hilfe der TSI ein neues Heim gegeben haben. Auch Überraschungsgäste kamen an diesem Sonntag zum TSI- Basar. Schon von weitem hörte man fröhliches vielstimmiges Gebell von 25 Hunden aus der Pfalz, die sich gerade erst auf dem Schulhof begrüßten. Spontan hatten sich nämlich Mitglieder der Tierhilfe Pfalz entschlossen, der TSI an diesem Tag einen Besuch abzustatten. Beide verbindet die Zusammenarbeit mit der spanischen Tierschutzorganisation Alba. Deren Vorsitzende Jutta Grohall hatte die Idee zu dem Überraschungsbesuch und sich selber noch am Morgen ins Flugzeug gesetzt. Liebevoll betrachtete sie nun die ehemaligen spanischen Hunde der Pfälzer Gäste, denen es bei ihren deutschen Herrchen und Frauchen nun so gut geht. „Ich kenne die Geschichte jedes einzelnen Hundes“, sagte sie bewegt. Einen „Riesenansturm“ registrierte derweil in der Mehrzweckhalle die 2. Vorsitzende der TSI, Gisela Bloos. 45 Kuchen, von TSI- Mitgliedern selbst gebacken und gespendet, waren ebenso schnell ausverkauft wie die Gemüsesuppe. Selbstgemachte Weihnachtsgestecke, Marmelade, Plätzchen, reich verzierte Kerzen und Türschmuck gehörten wieder zu den alljährlichen Besonderheiten dieses Basars. Auch die leckeren Hundekekse waren wieder ein Renner. Beim gut sortierten Bücherangebot aus zweiter Hand griffen die Käufer in diesem Jahr vor allem nach den Romanen. Ein Höhepunkt dieses Basars war auch der Besuch der WDR-Fernsehjournalistin Claudia Ludwig, bekannt durch die Sendungen „Tiere suchen ein Zuhause und „Herrchen gesucht“. Sie setzt sich besonders für den Auslandstierschutz im südlichen Europa ein. 2006 bekam sie im Rahmen der Jubiläumsfeier zu „10 Jahre Tiere suchen ein Zuhause“ die höchste Auszeichnung des Deutschen Tierschutzbundes, die Franz- von- Assisi- Medaille.

Sie selbst hat zwei Hunde und mehrere Katzen aus südlichen Ländern und bezeichnet sie als „anpassungsfähig und bescheiden“. Eindringlich erzählte sie die Geschichte ihres Schäferhundes Matteo, den sie „in erbärmlichem Zustand“ beim Joggen in Sizilien fand. Eine lange Reihe von Besuchern bildete sich dann auch an ihrem Tisch, um sich ihre Bücher „“Straßenhund – über das Glück mit Streunern zu leben und wie es gelingt“ sowie „Wenn ein Haustier stirbt“ signieren zu lassen. Gerade das letztere ist ein einfühlsamer Ratgeber für jeden Tierfreund. Viel Zuspruch bekam auch wieder der Losverkauf für die Tombola, die mit Hauptgewinnen wie Gartenstuhl, Kaffeegeschirr, Dampfbügeleisen und Computerzubehör glänzen konnte. Schon am frühen Nachmittag waren die meisten Gewinne abgeräumt. Viele Besucher trugen sich auch in die Unterschriftenlisten ein zu den Themen Tierversuche, Schlachttiertransporte, Freilandhaltung von Hühnern, Pelztragen und Gänsestopfleber. Jede Unterschrift, so sind die TSI- Mitglieder überzeugt, kann zur Verbesserung der Lebenssituation von Tieren beitragen, auch wenn die Tierschützer oft über Jahre dafür kämpfen müssen.

Einen hohen Einsatz für die Organisation und Durchführung dieses Basars leisteten wieder die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung gar nicht möglich wäre. Ihnen allen sagte Gisela Bloos am späten Sonntagnachmittag ein herzliches Dankeschön.

Ein Dank geht ebenso an alle, die durch Geld- und Sachspenden zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

25.11.2009

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Tödliche Gefahr für Hunde

Die auch im September zu erwartenden heißen Tage veranlassen die Mitarbeiter der Tierschutzinitiative Odenwald dazu, nochmals vor der Gefahr zu warnen, Hunde im Auto zu belassen.

Die meisten Hundehalter denken, dass ein paar Minuten nicht schlimm sind. In einem geparkten Auto kann die Temperatur innerhalb weniger Minuten auf über 70 Grad ansteigen, da bringt auch ein wenige Zentimeter geöffnetes Fenster keinen Ausgleich.So verwandelt sich das Fahrzeug in der prallen Sonne schnell in eine tödliche Falle. Selbst bei vermeintlichen Schattenplätzen wird es im Auto durch wandernde Sonne viel zu heiß.
Hunde können innerhalb von 15 Minuten einen Hitzschlag erleiden.

Die Bitte der TSI an die Bevölkerung: Wenn Sie einen Hund in einem Auto sehen, nehmen Sie Verbindung mit der Polizei oder der TSI auf. Sollte der Halter des Fahrzeugs nicht gefunden werden, öffnet die Polizei das Fahrzeug.

Zur Unterstützung der „tasso“-Aktion „Hunde gehören im Sommer nicht ins Auto“ können Sie kostenlos im Internet Karten zum Verteilen unter www.tasso.net anfordern. 

Kontakt TSI Tel.: 0700/0410-6666 oder 06253/6527, www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de, Spendenkonto: Sparkasse Odenwaldkreis, Kto.-Nr. 41624, BLZ 50851952.

01.09.2009

Haben Kitze ab 2011 mehr Überlebenschancen durch neues Gerät?

Tierschutzinitiative Odenwald: Gast im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt/ Projekt Wildretter

Rimbach. Wird es im Frühjahr 2011 ein Gerät geben, mit dem man Kitze zuverlässig aufspüren kann? Diesen Eindruck gewann das Mitglied der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) und Organisatorin der Aktion „Kitzrettung mit Schulen“, Ursula Rühenbeck, bei einem Besuch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen/München.

Sie war vom DLR zu einem der halbjährlichen Seminare über das neue Projekt Wildretter eingeladen worden. Bei diesem Seminar stellen die beteiligten Wissen- schaftler dar, wie weit sie mit ihren Forschungen gekommen sind, seitdem das Projekt 2007 vom Bundesministerium für Bildung- und Forschung mit 1,5 Millionen Euro genehmigt wurde.

Die Tierschutzinitiative Odenwald, die 2003 den Tierschutzpreis des Landes Hessen erhielt für ihr Projekt „Kitzrettung mit Schulen“, engagiert sich nach wie vor nicht nur vor Ort, sondern begleitet auch aufmerksam die Entwicklung dieses Forschungsprojektes im DLR. Dafür hatte die TSI lange gekämpft mit Unterschiften- sammlungen und zahlreichen Briefen an Entscheidungsträger. Dabei hatte sie seit 2001 engen Kontakt mit dem DLR, seitdem der Wissenschaftler Dr. Tank Volker auf Einladung der TSI in Rimbach den mit dem DLR entwickelten Infrarot-Wildretter der Firma ISA Industrieelektronik vorstellte.

Dieses Tragegerät spürt die Kitze auf, indem es auf Temperaturunterschiede reagiert und ist solange zuverlässig, solange die Sonne die Wiese nicht erwärmt hat. Ein solches Gerät besitzt auch die TSI und konnte sich von seinen Vorzügen und seinen Nachteilen überzeugen, denn einerseits wurden damit Kitze gefunden, andererseits meldete das Gerät auch erwärmte Erdhügel. Den Wissenschaftlern des DLR war klar, dass ein zuverlässiges Gerät weit mehr können müsste, als den Temperaturunterschied eines Objektes in der Wiese anzuzeigen.

Das neue Gerät wird zusätzlich zur Infrarotkamera mit einem Mikrowellensensor ausgestattet sein. Damit wird der Wassergehalt eines Objektes gemessen. Da Lebewesen zu 90 Prozent aus Wasser bestehen, kann damit ein Kitz zuverlässig von einem erwärmten Erdhügel unterschieden werden. Außerdem sollen Videokamera und eine intelligente Bilderkennungssoftware das Aufspüren der Kitze erleichtern. Vor allem aber soll das Gerät an die Mähmaschine angeschlossen werden. Die wissenschaftliche Koordination im DLR liegt bei Dipl.- Ing. Martin Israel. Auch in diesem Jahr machten die Wissenschaftler praktische Erfahrungen beim Kitzretten vor Ort. Dies sei auch unerlässlich, so TSI-Mitglied Ursula Rühenbeck, denn kaum jemand, der nicht Kitze im hohen Gras gesucht habe, stelle sich vor, wie schwierig sie zu finden seien.

Die Versuchsanordnungen, die bei diesem Seminar vorgestellt wurden, zeigten denn auch, wie komplex die notwendig Forschung für das neue Gerät ist. Aus der Praxis war ein Vertreter des Landmaschinengeräteherstellers Claas zugegen sowie ein Vertreter des Landesjagdverband Bayern. Die Innovation und Technik GmbH entsandte im Auftrag des Bundesforschungsministeriums eine Teilnehmerin, die die zweckmäßige Verwendung des Geldes überwacht. Am Ende der Forschung wird ein Prototyp des Wildretters stehen, der maximal 3000 Euro kosten soll. Die TSI mit ihrer Erfahrung im Kitzretten sieht allerdings weitere ungelöste Fragen: Wer wird den Landwirt begleiten, das Kitz bergen, es unter einer Holzkiste am Rande der Wiese sichern und es später wieder freilassen? Und werden die Lohnmäher, die unter Zeitdruck arbeiten, bereit sein, für die Kitzrettung ihre Mähmaschine immer wieder anzuhalten?

Weitere Informationen: Tierschutzinitiative Odenwald e.V., Tel. 0700/0410-6666, Fax 0700/0410-7777 (12,4 ct/min aus dem Festnetz, Mobil evtl. abweichend) – E-Mail: info@tierschutzinitiative-odenwald.de – Internet: www.tierschutzinitiative-odenwald.de – Spendenkonto: Kto.-Nr. 41 624, Sparkasse Odenwaldkreis, BLZ: 508 519 52

10.07.2009

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